Neue Freunde finden: 8 typische Fehler und 5 hilfreiche Tipps

Titelbild: Neue Freunde finden

Du willst neue Freunde finden, mit denen du Spaß hast und auf die du dich verlassen kannst?

Aber es fällt dir schwer auf fremde Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen?

Dann bist du hier genau richtig.

Gute Freunde wirken sich positiv auf unser Glück und unsere Gesundheit aus. Sie machen unsere schönen Momente noch besser und helfen uns durch schwere Zeiten.

Doch nicht immer ist es selbstverständlich, solche Freunde zu haben.

Wenn man erwachsen wird, muss man mehr Zeit für den Job oder die Familie aufbringen. Dadurch verlaufen alte Freundschaften im Sand. Und während sich in der Kindheit neue Freundschaften automatisch ergeben haben, klappt das als Erwachsener nicht mehr so.

Wenn es dir auch so geht, dann solltest du aktiv versuchen, neue Freunde zu finden, um unnötige Frustration und Einsamkeit zu vermeiden.

Wie du das ganz einfach schaffst, zeige ich dir in diesem Artikel. Und zwar anhand der 8 typischen Fehler, die immer wieder gemacht werden und 5 Tipps, die dir garantiert weiterhelfen.

Warum du neue Freunde finden solltest

Unsere Freunde sind eine der wichtigsten Stützen in unserem Leben.

Es gibt mittlerweile unzählige Studien, die zeigen, dass Freundschaften nicht nur unserem Geist, sondern sogar unserem Körper gut tun.

Hier sind 7 wissenschaftlich nachgewiesene Vorteile von Freunden:

  1. Freunde helfen dabei, Stress zu reduzieren
  2. Sie tragen dazu bei, dass wir besser auf uns achtgeben
  3. Wer Freunde hat, verspürt weniger Schmerzen
  4. Das Herz wird gestärkt
  5. Freunde verlängern unsere Lebenserwartung
  6. Sie tragen dazu bei, Fettleibigkeit vorzubeugen
  7. Sie stärken die Aktivität unseres Gehirns

Und nicht nur die Wissenschaft sieht das so. Auch wir selbst messen Freundschaften einen großen Wert bei.

In einer Umfrage aus 2017 wurden Freundschaften am häufigsten zu den wichtigsten Aspekten des Lebens gezählt.

Für viele ist eine tiefgehende Freundschaft wichtiger als eine Liebesbeziehung.

Hier die Ergebnisse der Umfrage:

Grafik: Neue Freunde finden ist wichtig

Auch wenn man schon einige Freunde hat, tut es gut, hin und wieder neue Leute kennenzulernen.

Neue Freunde oder auch Bekanntschaften bringen frische Ideen in dein Leben. Dadurch lernst du vielleicht neue Perspektiven kennen, die du vorher noch nicht in Betracht gezogen hast.

Außerdem ist wieder einmal alles neu. Du weißt noch nicht, wie du den anderen behandeln kannst und es gibt noch keine eingespielten Verhaltensmuster, nach denen euer Kontakt abläuft. Dadurch bringst du ein bisschen mehr Spannung und Abwechslung in deinen Alltag.

Das Geheimnis guter Freundschaften

Auch in der besten Freundschaft stimmen nicht alle Interessen überein und man ist nicht immer gleicher Meinung.

Es gibt nicht den einen Freund, der alle deine emotionalen Bedürfnisse erfüllt. Stattdessen gehst du vielleicht mit dem einen gerne essen, mit dem anderen redest du lieber über die Arbeit und mit wieder einem anderen kannst du über dein Liebesleben reden.

3 Dinge sind allerdings unverzichtbar für jede Freundschaft:

  1. Dem anderen zuhören:

Gute Freunde wollen nicht nur selbst reden, sondern interessieren sich auch dafür, was der andere zu sagen hat.

Sie schenken dem anderen die volle Aufmerksamkeit und ermutigen ihn sogar dazu, von sich selbst zu erzählen.

  1. Ehrlichkeit:

Falsche Höflichkeiten und Heucheleien sind zwischen wahren Freunden fehl am Platz. Sie sind nicht immer nett, aber immer ehrlich. So entsteht Vertrauen.

„Ein Freund ist eine Person, bei der man laut denken kann.“

– Ralph Waldo Emerson

  1. Verständnis:

Gegenseitige Akzeptanz ist die Grundlage für Freundschaft. Gute Freunde urteilen nicht übereinander. Sie wollen den anderen nicht kritisieren oder verändern. (Außer der andere will sich verändern, dann helfen sie dabei)

Wer sind die richtigen Freunde für dich

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.“

Dieser Spruch ist radikal, aber er trifft zu.

Nichts beeinflusst dich stärker, als deine Freunde und dein Umfeld.

Manche Menschen geben dir Kraft. Sie unterstützen dich in deinen Zielen und stehen hinter dir.

Andere ziehen dich runter. Sie zweifeln ständig an dir und gönnen dir nicht deine Erfolge.

Mit wem du deine Zeit verbringst, ist eine folgenschwere Entscheidung, die gut überlegt sein sollte.

Hier eine kleine Übersicht wie du erkennen kannst, wer die richtigen Freunde für dich sind:

  • Du verbringst gerne Zeit mit diesem Freund
  • Ihr könnt spannende Gespräche zusammen führen
  • Du musst nicht alles vorsichtig überdenken, bevor du es sagst
  • Ihr könnt gut zusammen lachen
  • Dieser Freund baut dich auf, wenn es dir nicht so gut geht
  • Er glaubt an dich und deine Fähigkeiten
  • Ihr unternehmt Dinge, weil ihr euch unbedingt sehen wollt und nicht nur aus Langeweile
  • Du fühlst dich gestärkt, nachdem ihr Zeit verbracht habt

Und damit kommen wir auch schon zu den 8 Fehlern, die du auf jeden Fall vermeiden solltest.

Viel Spaß beim Lesen!

Fehler 1: Auf den perfekten Freund warten

Aufs neue Freunde finden warten

Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich Kinder dabei beobachte, wie sie neue Freundschaften schließen.

Das läuft dann ungefähr so ab:

Hi, ich mag Dinosaurier. 

Ich mag auch Dinosaurier. Das hier ist mein Lego-Auto.

Cool. Wollen wir Freunde sein?

Ja! Lass uns mit Dinosauriern und Lego-Autos spielen.

Wenn ich so etwas beobachte, werde ich beinahe ein wenig neidisch. Ich würde auch gerne so leicht neue Freunde finden.

Dabei liegt es nicht nur an den anderen, dass es mir heute nicht mehr so leicht fällt, sondern zu einem großen Teil auch an mir.

Während Kinder sehr offen und unvoreingenommen aufeinander zugehen, habe ich heute viele Meinungen und Werte, denen eine andere Person entsprechen muss, damit ich mit ihr Zeit verbringen will.

Es ist auch gar nicht schlecht ein paar Ansprüche zu haben. Aber du solltest aufpassen, dass du dich nicht selbst isolierst, weil du nur mit perfekten Leuten Zeit verbringen willst.

Während du älter geworden bist, hast du vielleicht Wunschvorstellungen entwickelt, wie eine Freundschaft sein sollte. Und jetzt, wo du erwachsen bist, fällt es dir auf einmal schwer jemanden zu finden, der diesen Ansprüchen genügt.

Tipp: Um neue Leute kennenzulernen, solltest du dich vielleicht erst einmal in Offenheit üben. Arbeite an der Bereitschaft, dich auf andere einzulassen.

Sei ein bisschen mehr wie ein Kind. Gehe offener und neugieriger durchs Leben und vermeide es, auf den perfekten Freund zu warten!

Fehler 2: Fehlerlos erscheinen wollen

Vielleicht macht dir das Problem zu schaffen, dass du selber perfekt erscheinen willst.

Du willst fehlerlos auftreten und die anderen beeindrucken. Deswegen setzt du dich selbst unter Druck und kannst nicht locker lassen.

Der Druck kann sogar dazu führen, dass du dich verstellst und eine Maske aufsetzt, um einen guten Eindruck zu machen.

So machst du es dir selbst schwer!

Der Drang, dich zu verstellen, kommt durch den Gedanken „Ich muss perfekt auftreten, um die richtigen Freunde zu finden.“

Lass diesen Gedanken los. Er ist falsch!

Konzentriere dich lieber darauf, authentisch aufzutreten. Zeig dich so, wie du bist, statt einer Fassade.

Sonst endest du mit Freunden, die eigentlich nicht zu dir passen. Und weil du etwas vorspielen musst, wird es dich extrem viel Kraft kosten, mit diesen Menschen Zeit zu verbringen.

Merk dir das: Du musst NICHT fehlerlos auftreten, um die richtigen Freunde zu finden. Setz dich selbst weniger unter Druck und zeig dich so, wie du bist.

Dieser Tipp gilt nur fürs Freunde finden! In anderen Situationen muss es nicht immer eine gute Entscheidung sein, dich authentisch zu verhalten.

In einem Vorstellungsgespräch kann es zum Beispiel sinnvoll sein, so zu tun, als wärst du sicher in dem was du sagst, obwohl du eigentlich total unsicher bist.

Fehler 3: Dich vor dem ersten Schritt drücken

Der erste Schritt beim neue Freunde finden

Kennst du diese Menschen, die auf Partys mit jedem reden und nach einem Abend alle Anwesenden kennen?

Was unterscheidet sie von schüchternen und zurückhaltenden Menschen?

In der Regel vor allem eine Sache: Sie haben keine Angst vor Ablehnung.

Häufig haben diese Menschen auch bessere soziale Fähigkeiten als schüchterne Menschen. Was vor allem daran liegt, dass sie viel mehr mit anderen Menschen kommuniziert haben.

Gute soziale Fähigkeiten sind eine Folge davon, dass man mit vielen verschiedenen Leuten redet und nicht andersherum.

Wenn du neue Freunde finden willst, musst du die Angst vor dem ersten Schritt überwinden.

Du musst lernen, die Angst zu akzeptieren, aber nicht auf sie zu hören. Du musst den Mut aufbringen, trotz der Angst auf andere zuzugehen.

Dann wird die Angst mit der Zeit automatisch nachlassen. Wenn du diese Situationen aber vermeidest und dich der Angst nicht stellst, wird sie immer größer werden.

Tipp: Warte nicht darauf, dass andere auf dich zukommen, sondern werde selber aktiv. Für den Gesprächseinstieg eignen sich simple Smalltalk Themen, wie das Wetter oder aktuelle Nachrichten.

Wenn es dir an sozialen Fähigkeiten mangelt, um mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, dann empfehle ich dir meinen Artikel Offener und kommunikativer werden. Die Schritt-für-Schritt Anleitung dort wird dir definitiv weiterhelfen.

Fehler 4: Bekanntschaften im Sand verlaufen lassen

Stell dir vor, du hast vor ein paar Tagen jemanden getroffen und ihr versteht euch gut.

An diesem Punkt gibt es 2 grundlegende Fehler, die ich immer wieder sehe.

  1. Vorschnell sein:

    Noch bevor du eine Person richtig kennengelernt hast, machst du sie zu deinem besten Freund.
    Das ist riskant und du wirst vielleicht mit einer Person als Freund enden, mit der du doch nichts zu tun haben willst.
    Plötzlich verhält die andere Person sich seltsam oder behandelt dich abfällig und du bist enttäuscht, weil du schon viel in die Freundschaft investiert hast.

  2. Zurückhaltend sein:

    Du bist dir nicht sicher, ob die andere Person dich sympathisch findet und meldest dich lieber nicht. Die andere Person könnte sich ja auch selber melden, richtig?
    Mit diesem Verhalten schneidest du dir ins eigene Fleisch. Viele Erwachsene reden sich ein, zu wenig Zeit oder Lust zu haben, nur um keine Ablehnung riskieren zu müssen.

Wenn du dich nicht meldest und Bekanntschaften weiterführst, dann wirst du nur selten neue Freunde finden. Viel zu viele andere Leute drücken sich selber davor, die Initiative zu ergreifen und warten darauf, dass du es tust.

Deswegen schnapp dir dein Handy und schlage ein Treffen vor. Am besten habt ihr sogar schon darüber geredet, als ihr euch das letzte Mal gesehen habt.

Dafür sind gemeinsame Aktivitäten am besten geeignet:

Wieso nimmst du nicht einfach mal dein Herz in die Hand und veranstaltest eine Grillparty? Oder vielleicht einen Spieleabend? Oder eine Radtour?

Erstelle zum Beispiel einfach eine WhattsApp Gruppe und lade Leute ein, die ebenfalls Interesse haben könnten. Und selbst wenn beim ersten Mal vielleicht nur einer zusagt… auch das kann lustig sein.

Wenn du das regelmäßig machst, werden mit der Zeit immer mehr Menschen dazukommen. Und dabei werden aus einigen Bekanntschaften vielleicht sogar gute Freunde werden.

Freundschaften müssen wachsen. Probiere es nicht zu erzwingen, sondern lass dem Ganzen Zeit. Drück dich deswegen aber nicht davor, auch mal zum Telefon zu greifen und ein Treffen vorzuschlagen.

Fehler 5: Den anderen misstrauisch prüfen

Neue Freunde erst prüfen dann finden

Im Laufe deines Lebens hast du viele Erfahrungen gesammelt.

Und diese waren sicher nicht alle positiv und fröhlich. Es gab auch welche, die Schmerz verursacht haben.

Solche schmerzhafte Erfahrungen prägen dein Verhalten gegenüber anderen Menschen.

Zum Beispiel können sie dazu führen, dass du misstrauisch wirst. Du bekommst Angst, dass andere Menschen dich hereinlegen oder ausnutzen wollen.

Aus diesem Grund suchst du bei anderen nach Hinweisen dafür, dass sie dir schaden wollen. Du konzentrierst dich darauf und siehst deswegen häufig böse Absichten, wo gar keine sind.

Dadurch hast du dann wieder das Gefühl eine schlechte Erfahrung gemacht zu haben und dein Misstrauen steigt weiter an.

Was kann man dagegen tun?

Du solltest versuchen, anderen zu vertrauen.

Das heißt nicht, dass du dich blind von anderen ausnutzen lassen sollst.

Und das bewahrt dich auch nicht vor schlechten Erfahrungen, denn das Vertrauen kann enttäuscht werden. Aber wenn du anderen vertraust, gibst du dir selbst die Möglichkeit, wahre Freunde zu finden.

Vertrauen ist die Grundlage für zwischenmenschliches Miteinander.

Tipp: Um Freundschaften schließen zu können, ist es wichtig, das eigene Misstrauen zu überwinden und offen zu sein. Ansonsten vertreibst du mit deiner Skepsis alle Mitmenschen.

Probiere den anderen von Beginn an ein gesundes Vertrauen zu schenken. Im Endeffekt kannst du dabei eigentlich nichts verlieren, sondern nur gewinnen.

Fehler 6: Nur an sich selber denken

Interessierst du dich wirklich für die andere Person?

Oder möchtest du nur Freunde finden, um dich selbst besser zu fühlen und jemanden zum Reden zu haben?

Neue Freunde finden: Nur an sich selber denken

Diese Fragen sind wichtig! Denn wenn es dir nur um dich selber geht, dann bist du kein guter Freund. Und wenn du kein guter Freund bist, dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du keine neuen Freunde findest.

Wir alle wünschen uns einen Freund, der sich für unser Leben interessiert, daran teilhaben will und auch mal zuhört. Wir wünschen uns jemandem, bei dem wir uns verstanden und wichtig fühlen.

Doch so jemand ist nicht so leicht zu finden. Die meisten Menschen reden deutlich lieber, als dass sie zuhören. Sobald der andere anfängt zu reden, schweifen sie ab, gucken aus dem Fenster und denken über andere Dinge nach. Höchstwahrscheinlich über sich selbst.

So ein Verhalten solltest du vermeiden, wenn du zu anderen Menschen eine Verbindung aufbauen willst. Dafür musst du aufmerksam zuhören und dich auf die andere Person einlassen.

Tipp: Konzentriere dich nicht nur auf dich selbst, sondern denke auch an die andere Person.

Lerne aktives Zuhören (genauer erklärt weiter unten bei Tipp 4) und schenke den Mitmenschen deine Aufmerksamkeit.

Fehler 7: Nichts von sich preisgeben

Ich kenne ein paar Personen, mit denen ich schon viel Zeit verbracht habe, die mir aber immer noch nicht ganz geheuer sind.

Ich kann sie nicht einschätzen. Ich weiß nicht was sie denken, mögen oder machen. Deswegen habe ich das Gefühl, ich sollte lieber vorsichtig sein und ein bisschen Abstand bewahren.

Was ist der Grund dafür? Dass sie nichts über sich selbst erzählen.

Obwohl wir schon einige Zeit zusammen verbracht haben, kenne ich sie eigentlich gar nicht. Ich weiß nicht, wie sie ticken.

Deswegen kommen wir uns nicht näher.

Im vorherigen Punkt haben wir besprochen, dass Zuhören wichtig ist. Das stimmt!

Und genauso wichtig ist es, von dir selbst zu erzählen.

Wenn du andere Menschen nicht an deinem Leben teilhaben lässt, wird dich niemand richtig kennenlernen.

Dann kann keine freundschaftliche Verbindung entstehen!

Das Problem dabei ist, dass viele Menschen Angst davor haben, sich verletzlich zu machen. Sie hätten gerne bedeutsame Verbindungen, aber haben Angst sich zu öffnen. Sie haben Angst zurückgewiesen zu werden!

Aber nur wenn du anderen Menschen von Dingen erzählst, die dir wirklich etwas bedeuten, wirst du dich mit diesen Menschen wirklich verbunden fühlen.

Nur wenn du bereit bist, deine persönlichen Erfahrungen, Ängste und Wünsche zu teilen, wirst du wahre Freunde finden.

Dabei solltest du natürlich auf den Kontext achten. Besonders in Gruppen oder auf Arbeit ist es nicht immer passend über sehr persönliche Themen zu reden. Manchmal ist es besser professionell zu bleiben.

Und in anderen Fällen will man vielleicht nicht so viel nachdenken, sondern einfach mal locker lassen und Spaß haben.

Über persönliche Themen unterhält man sich am besten zu zweit oder in kleinen Gruppen.

Fehler 8: An unpassenden Freundschaften festhalten

Falsche Freunde nicht festhalten

Das Leben ist zu kurz und wertvoll, um es mit Leuten zu verbringen, die einen negativen Einfluss auf dich haben.

Trotzdem trauen sich viele Menschen nicht, die Freunde aus ihrem Leben zu entfernen, die ihnen nicht gut tun. Denn sie haben Angst alleine und einsam dazustehen.

Also lassen sie sich herunterziehen und leben unzufrieden vor sich hin.

Dieses Verhalten hat nichts Ehrenhaftes!

Mehr Mut erfordert es, die Menschen aus deinem Leben zu entfernen, die dir schaden.

Das klingt erst einmal hart, aber ich bin überzeugt von der folgenden Aussage:

Wer sich nicht freut, wenn dir etwas Gutes passiert und dich nicht unterstützt, wenn dir etwas Schlechtes passiert, der hat in deinem Leben nichts zu suchen!

Tipp: Schau dir die Leute an, mit denen du dich umgibst. Und dann stell dir die Frage: Wollen diese Leute das Beste für mich? Wollen sie, dass ich mich positiv entwickel und glücklich bin?

Wenn die Antwort auf diese Fragen „Ja“ ist, dann Glückwunsch! Aber wenn die Antwort „Nein“ ist, dann entferne dich von diesen Leuten.

Du sollst niemandem Vorwürfe machen oder undankbar sein, aber räume diesen Leuten nicht mehr so viel Platz in deinem Terminkalender ein. Nutze deine Zeit für andere Dinge, wo du neue Leute kennenlernst, die das Beste für dich wollen.

Viele erfolgreiche Menschen sagen, dass es sehr wichtig für sie war, sich von den Menschen zu entfernen, die ihnen im Weg standen.

Erst dann hast du Zeit und Platz für neue Menschen in deinem Leben.

Die 8 typischen Fehler: Fazit

Das waren 8 Fehler, die ich im Laufe der Zeit immer wieder bei mir selbst und anderen Menschen beobachten konnte.

Vielleicht konntest du dich ja in einem, mehreren oder sogar allen Fehlern wiederfinden.

Als nächstes komme ich zu den 5 Tipps, die dir all das Wissen vermitteln, das nötig ist, um schnell und problemlos neue Freunde zu finden.

Tipp 1: Ergreife die Initiative

Insbesondere wenn du nicht so häufig mit neuen Leuten in Kontakt kommst, musst du selber aktiv werden!

Das kann der Fall sein, wenn du viel Zeit mit der Familie verbringst oder einen festen Stamm von Kollegen hast. Dann bist du selbst dafür verantwortlich, dich in Situationen zu bringen, in denen du neue Leute kennenlernst.

Dafür kannst du ein Hobby wiederbeleben, Seminare besuchen oder an Weiterbildungen teilnehmen.

Dort fällt die Kontaktaufnahme besonders leicht, weil ihr durch die Teilnahme schon einmal etwas gemeinsam habt.

Hier ein paar gute Orte, um neue Freunde zu finden:

  • Im Sprachkurs
  • Bei einem Seminar
  • In einer Reisegruppe
  • Im Chor
  • Auf Weiterbildungen
  • In einer Bibliothek
  • Auf einem Konzert
  • Beim Hundetraining
  • Im Schauspielkurs
  • In einer Bar
  • Im Sportverein

Auch vor Ort ist es dann wichtig, die Initiative zu ergreifen. Wenn du nicht den ersten Schritt machst, kann es sein, dass du ewig wartest.

Gehe auf die Leute zu und starte ein nettes Gespräch. Mit manchen wirst du dich besser verstehen, mit anderen nicht so gut. Das ist okay und gehört dazu.

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Hast du zur Zeit nur wenige Kontakte und willst wissen, wie du SOFORT neue Leute triffst? Dann ist mein Artikel Ich bin einsam und allein: 8 Power-Tipps genau das Richtige für dich!

Tipp 2: Sei offen und nutze jede Chance

Kein Gespräch ist für die Katz. Aus jeder Unterhaltung kannst du etwas Bedeutsames mitnehmen und du verbesserst deine sozialen Skills.

Deswegen nutze jede Chance, um mit neuen Leuten in Gespräch zu kommen.

Egal ob du im Supermarkt mit dem Kassierer ein paar Worte austauschst oder die nette Nachbarin mal auf einen Kaffee einlädst, das alles bringt dich weiter!

Mit dem Kontakte knüpfen ist es genauso, wie mit jeder anderen Sache. Je öfter du es übst, desto besser wirst du.

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Du kommst dir dabei blöd vor und weißt nicht, was du sagen sollst? Dann aufgepasst! Ich habe 2 Monate lang an meinem Leitfaden für mitreißenden Smalltalk gearbeitet. Dort erfährst du…

  • wie du jedes Gespräch beginnen kannst.
  • wie du mit einem kleinen Trick peinliche Stille vermeidest.
  • wie du echte Verbindungen zu anderen Menschen aufbaust.

Um dort hinzugelangen, klicke einfach auf den Link: Smalltalk lernen.

Tipp 3: Zeige echtes Interesse

Neue Freunde finden: Echtes Interesse

Es geht bei diesem Punkt nicht darum Interesse vorzuspielen. Etwas vorzutäuschen ist eine schlechte Strategie, wenn du wahre Freunde finden willst.

Dieser Tipp kommt daher, dass ich viele Leute kenne, die sich aufrichtig für andere Personen interessieren, das aber nicht zeigen können. Sie haben diese soziale Fähigkeit nie gelernt.

Sie schauen weg, vermitteln kein Verständnis und ihr Gegenüber hat das Gefühl, dass sie gelangweilt sind. Deswegen entsteht kein richtiger Gesprächsfaden und beide sind froh, wenn das Gespräch vorbei ist.

In diesem Tipp möchte ich dir zeigen, wie du ganz leicht Interesse und Aufmerksamkeit signalisierst. Und zwar durch aktives Zuhören.

Alles was du dafür tun musst: Dich voll aufs Gespräch konzentrieren und deine eigenen Gedanken, was du als nächstes sagen könntest, vorübergehend vergessen.

Hier ist eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du das hinbekommst:

  • Schaue den Gegenüber an:

    Konzentriere dich auf deinen Gegenüber und schaue ihm in die Augen. Du kannst den Blickkontakt gerne ein bisschen länger halten, als für dich angenehm ist. Das ist eine gute Übung. Vergiss dabei aber nicht zu blinzeln, sonst wirkst du wie ein Psychopath.

  • Signalisiere Verständnis:

    Wenn du dem folgen kannst was dein Gegenüber erzählt, dann signalisiere aktiv Verständnis. Dafür kannst du nicken, „ja“, „mm“ oder etwas Ähnliches sagen.

  • Nachfragen:

    Wenn etwas unklar ist oder du es nicht verstehst, dann frage nach.

  • Folgefragen:

    Wenn etwas offen bleibt oder du es interessant findest, dann stelle eine Folgefrage, wie beispielsweise: „Und was passierte dann?“ oder „Wie hat sie reagiert?“

So leicht funktioniert aktives Zuhören.

Denkst du dir gerade: „Das tu ich ja sowieso alles schon“? Das ist natürlich möglich, aber in den meisten Fällen ist das nur eine Illusion.

Probiere es einfach mal bewusst aus, dann wirst du den Effekt sehen. Leute werden dir sehr persönliche und spannende Dinge erzählen, wenn sie das Gefühl haben, dass du ihnen wirklich interessiert zuhörst.

Tipp 4: Versuche loyal und zuverlässig zu sein

„Es gibt nur einen Weg, gute Freunde zu gewinnen; selbst einer zu sein.“

– Ralph Waldo Emerson

Stehe zu deinen Freunden und akzeptiere sie!

Du musst nicht immer einer Meinung mit ihnen sein, aber sie sollten das Gefühl haben, dass du ihre Gefühle und Meinungen respektierst.

Deine Freunde verhalten sich so, wie es ihrer Veranlagung und Lebensgeschichte entspricht. Das tun wir alle!

Außerdem solltest du dir bewusst Zeit nehmen, um die Freunde, die dir wichtig sind, nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn du mal ein paar Monate sehr viel zu tun hast, melde dich immerhin ein paar Mal per SMS.

Zu guter Letzt solltest du deine Freunde unterstützen, wenn sie sich in einer Krise befinden.

Dann solltest du dich mal kurz zurücknehmen und ihnen ein offenes Ohr schenken. Höre ihnen zu, ohne sie sofort mit gut gemeinten Ratschlägen zu überschütten. Alleine deine Aufmerksamkeit und Unterstützung wird ihnen Kraft geben und helfen.

Tipp: Verzeihe deinen Freunden auch kleine Fehler und Schwächen. Sie haben sich so verhalten, wie sie es in diesem Moment für richtig gehalten haben. Und außerdem ist niemand perfekt.

Tipp 5: Dankbarkeit und Wertschätzung entgegenbringen

Mit Lob und Anerkennung zu sparen ist eine schlechte Strategie.

Zeige deinen Freunden, dass sie dir wichtig sind und dass du dankbar bist, für die Zeit mit ihnen!

Denk daran, wie gut es tut, ein Kompliment zu erhalten. Aufrichtige Anerkennung wird euch weiter zusammenschweißen.

Dankbarkeit hat einen ähnlichen Effekt. Wenn du die positiven Dinge in deinem Leben nicht mehr als selbstverständlich hinnimmst, sondern dankbar dafür bist und das nach Außen zeigst, wird sich vieles ändern.

Schon kleine Dankesbotschaften geben deinen Freunden das Gefühl, wichtig für dich zu sein.

Neue Freunde finden: Fazit

Viele Menschen leiden darunter, dass ihnen echte Freunde fehlen.

Die Gründe dafür sind sehr verschieden. Manche haben Angst vor Menschen, anderen fehlen die sozialen Fähigkeiten und wieder andere müssen den ganzen Tag arbeiten und haben keine Zeit.

Je nachdem, was deine Probleme sind, musst du eine individuell passende Lösung finden. Die „8 Fehler und 5 Tipps“ sollen ein Leitfaden sein, mit dem es dir leichter fällt und der dir schnellere Erfolge bringt.

Wenn du rausgehst, deine Hemmungen überwindest und neue Freunde findest, dann hat der Artikel seinen vollen Zweck erfüllt.

Dafür verantwortlich, ob das passiert, bist aber nur DU. Der Artikel kann nicht für dich Freunde finden, er kann dir nur die besten Tipps mit auf den Weg finden.

Das Gute ist: Wenn es funktioniert, dann ist es dein persönlicher Erfolg! Nicht der Erfolg des Artikels oder eines Systems. Dann hast DU es geschafft, ein Problem zu lösen, mit dem viele Leute zu kämpfen haben.

Für diesen Weg wünsche ich dir alles Beste.

Dein Gustav.

Schau dir auch meine anderen Artikel an:

Neue Freunde finden -> Smalltalk lernen
Neue Freunde finden -> Schüchternheit überwinden