Offener und kommunikativer werden: In 6 einfachen Schritten

Titelbild: Offener werden und kommunikativer werden

Du willst offener und kommunikativer werden?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel zeig ich dir sechs Schritte, mit denen du das ruck-zuck hinbekommst.

Infografik: Offener und kommunikativer

Offen und kommunikativ zu sein, kann einige Türen öffnen.

Und macht nachgewiesenermaßen glücklicher.

Das Beste dabei:

Mit den folgenden Schritten ist es kinderleicht.

Sie haben bereits mir und zahlreichen meiner Klienten dabei geholfen, sozialer und lockerer durchs Leben zu gehen.

#1 Schritt: Überwinde deine Schüchternheit

Offener und Kommunikativer werden: Schüchternheit

Zuerst musst du deine Schüchternheit überwinden.

Ansonsten wird sie dir überall im Weg stehen.

Denn soziale Ängste können dich so nervös machen, dass du dich gar nicht mehr aufs Gespräch konzentrieren kannst.

Dein Kopf ist mit Horrorvorstellungen, wie du dich blamierst und zum Affen machst, völlig ausgelastet.

Deswegen kannst du keine lockeren, netten Gespräche führen…

Du verschluckst Wörter, brichst Sätze in der Mitte ab und kannst den anderen nicht in die Augen schauen.

Die Folge: Du wirkst seltsam und unsicher.

Aber jetzt zur positiven Nachricht…

Es gibt einen Ausweg.

Schüchternheit ist antrainiert. Und was antrainiert ist, kann man ändern.

Mach dir dafür erstmal bewusst, dass du nicht alleine bist. Nicht nur du, sondern auch viele andere haben mit sozialen Unsicherheiten zu kämpfen.

Ich bin lange in dem Irrglauben herumgelaufen, dass ich einer der wenigen bin, die nervös und unsicher sind, bis ich irgendwann bemerkt habe, dass sich beinahe jeder so fühlt.

Soziale Ängste betreffen einen Großteil der Bevölkerung:

Infografik: Offener werden und kommunikativer werden

Dieses Wissen hat mich entspannt und Druck von mir genommen.

Und es führte zu einer wichtigen Schlussfolgerung, die du dir merken solltest:

Bewertungsangst ist in den meisten Fällen völlig unnötig.

Die Leute haben gar keine Zeit dich zu bewerten.

Sie sind völlig ausgelastet damit, selbst einen guten Eindruck zu machen – genau wie du!

Sobald du das begreifst, werden dir fremde Meinungen deutlich unwichtiger.

Und damit zum wichtigsten Punkt, um Schüchternheit zu überwinden:

Verlasse das Haus!

Schüchternheit überwinden? Draußen!

Ich weiß, zu Hause ist es gemütlich und du kannst Netflix gucken…

Draußen hingegen fühlst du dich unsicher und angespannt. Insbesondere bei fremden Menschen.

Aus diesem Grund verbringen viele Menschen ihr gesamtes Privatleben in den eigenen vier Wänden.

Das ist bequem, aber so überwindest du NICHT deine Schüchternheit!

Und wirst weder offener noch kommunikativer.

Denn das Potential für Entwicklung liegt draußen…

Es liegt im Neuen und Unbekannten.

Wenn du dein Haus verlässt und Dinge unternimmst, passieren unerwartete Ereignisse. Du begegnest neuen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Diesen stellst du dich und daran wächst du.

Das ist der Weg!

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Ich hab einen ausführlichen Artikel zum Thema Schüchternheit überwinden geschrieben.

Dort zeig ich dir eine praktische Anleitung und Übungen, die sofort weiterhelfen.

#2 Schritt: Interessiere dich für andere Menschen

Wer erfolgreich auf Menschen zugehen will, braucht nicht nur Mut, sondern auch die sozialen Skills.

Diese lernen wir schon als kleines Kind…

Im Kindergarten oder in der Grundschule bilden sich das erste mal soziale Strukturen und wir entwickeln unsere Fähigkeiten.

Kommunikativer und offener werden: Kindergarten

Während manche Kinder diese Fähigkeiten schnell und leicht erlernen, fällt es anderen Kindern schwerer.

Das kann zu einem verflixten Teufelskreis führen.

Gesprächige und offene Kinder tauschen sich mehr mit anderen aus und lernen dadurch schneller.

Zurückhaltende Kinder, die vorsichtiger sind, kommen seltener in Situationen, in denen sie die sozialen Skills weiterentwickeln.

Das setzt sich fort und als junge Erwachsene hat die eine Person fünfzig mal so viele Gespräche geführt und mit hundert mal so vielen Leuten geredet, wie die andere Person…

Dementsprechend groß ist der Skill-Unterschied!

So ein Rückstand wäre in Sport oder Musik nicht mehr aufzuholen.

Zum Glück ist das in der Kommunikation anders. Weil es nicht um die Fähigkeit an sich geht, sondern um den Menschen dahinter.

Deshalb kann man diesen Unterschied mit ein paar guten Tipps schnell wieder ausgleichen…

Den besten gleich zu Beginn! Bzw. nach der Empfehlung meines grandiosen Audio-Kurses 🙂

Dieser Tipp hilft dir dabei mit Menschen ins Gespräch zu kommen und eine Verbindung aufzubauen.

Er lautet: Ehrliches Interesse!

Und er funktioniert so gut, weil er heute verdammt selten ist.

Die meisten Menschen sind so mit sich selbst und ihrem Smartphone beschäftigt, dass sie sich nicht auf andere Menschen einlassen.

In Gesprächen warten sie darauf, ihre eigene Meinung mitzuteilen und diese zu verteidigen. Sie interessieren sich nicht für deine Meinung, sondern probieren dich von ihrer zu überzeugen. So sehen alle ihre Gespräche aus.

Deswegen ist ehrliches Interesse so wirkungsvoll.

Was du dafür tun musst:

  • Hör deinem Gegenüber aufmerksam zu
  • Probier ihn zu verstehen, ohne über die Aussagen zu urteilen
  • Wenn du folgen kannst, zeig Verständnis, indem du nickst oder „ja“ sagst
  • Wenn du etwas interessant findest oder nicht verstehst, dann frag nach
  • Nutz offene Fragen, statt Ja-Nein-Fragen. Also „Wie genau hat das funktioniert?“ statt „Hat es geklappt?“

Menschen werden es lieben, mit dir zu reden, wenn du aufmerksam bist und Fragen stellst.

Sie sehnen sich nach jemandem, der wirklich zuhört und nicht nur selber reden will.

Probier es aus. Der Effekt ist umwerfend!

#3 Schritt: Mach dich verletzlich

Früher hatte ich große Angst, mich verletzlich zu machen.

Deshalb musste ich es lernen.

Denn als offene, kommunikative Person, kommt man da nicht drumherum.

Immer wenn du einen Schritt auf Menschen zugehst, riskierst du einen abfälligen Blick.

Immer wenn du etwas sagst, riskierst du einen blöden Spruch.

Und immer wenn du dich öffnest, riskierst du eine Zurückweisung.

Das ist so und du solltest es akzeptieren.

Sonst wird es dich zurückhalten.

Ich hab das am eigenen Leib erfahren.

Nie konnte ich zeigen, dass ich jemanden mag, weil ich Angst hatte, nervig und unerwünscht zu sein.

Und ich hab mich nur selten bei anderen gemeldet, weil ich Ablehnungen vermeiden wollte.

So ein Verhalten kann zu Einsamkeit führen.

Und sogar wenn du Zeit mit Menschen verbringst, wirst du keine tiefe Verbindung spüren.

Das passiert erst, wenn du dich verletzlich machst!

Doch was bedeutet „verletzlich machen“ überhaupt?

Es bedeutet, dass du nichts mehr zurückhältst, nichts versteckst und alles riskierst. Dass du offen und ehrlich bist und zu deinen Gefühlen stehst. Und dass du deine Maske abnimmst.

Anstatt vollkommen und perfekt erscheinen zu wollen, bist du authentisch und ehrlich.

Du überwindest deine Ängste und gehst auf Menschen zu.

Genau das ist übrigens auch der Grund warum extrovertierte Menschen so viele Freunde haben und dauernd welche kennenlernen…

Sie haben keine Angst jemandem zu zeigen, dass sie ihn mögen.

#4 Schritt: Gespräch am Laufen halten

Enden deine Gespräche in peinlichem Schweigen?

Weißt du einfach nicht, was du sagen sollst?

Dann hab ich hier die Lösung für dich.

Denn so groß und überwältigend dir dieses Problem vorkommen mag, es gibt ein paar Methoden, mit denen schnell ausgeholfen ist.

Erstmal solltest du herausfinden, wieso dir in Gesprächen die Worte ausgehen.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Du hast gar keine Ideen.

2. Deine Ansprüche an den Inhalt sind zu hoch.

Meistens handelt es sich um den zweiten Punkt, aber ich werde trotzdem auf beide eingehen.

Also, zum ersten Punkt:

Du hast gar keine Ideen, was du sagen könntest?

Dann schnapp dir direkt mal einen Stift und ein Blatt Papier.

Und befolge diese 3 Schritte:

  • Schreib drei Dinge auf, die dich begeistern! Es muss nicht cool oder angesagt sein, wichtig ist nur deine persönliche Begeisterung.
  • Jetzt schreib zu allen drei Dingen mindestens eine Seite voll. Zum Beispiel: Was begeistert dich daran? Wie bist du darauf gekommen? Was für Erfahrungen hast du dabei schon gemacht?
  • Jetzt lies dir nochmal in Ruhe durch, was du aufgeschrieben hast und mach dir bewusst, dass du da gerade drei Seiten in der Hand hältst, mit Inhalten, die dich begeistern! Da hast du schonmal eine Menge zu erzählen.

Tipp: Was auch weiterhilft, wenn du nichts zu erzählen hast, sind Lesen und Reisen.

Über Bücher mit spannenden Themen kann man ausgezeichnet diskutieren und beim Reisen passieren jeden Tag Geschichten, die man berichten kann.

Jetzt zum zweiten Punkt.

Gibt es Dinge, die du sagen könntest, aber du empfindest diese häufig als nicht gut genug und bist deswegen leise?

Dann stehst du dir selbst im Weg.

Hier ein Beispiel:

Sagen wir, du redest mit deiner zehn Jahre alten Nichte. Dann erzählst du automatisch spannende Geschichten und machst Späße. Du machst dir keine Gedanken, ob deine Einfälle gut genug sind. Du bist sowieso der coole Onkel oder die coole Tante.

Leider ist das nicht immer so. Auf Arbeit kann das schon ganz anders sein. Dort redest du in der Mittagspause vielleicht mit einem wichtigen Kollegen und fängst an, alles zu zerdenken, was du sagen könntest:

„Ist das gut genug oder wäre es komisch, wenn ich das sage? Wird er es mögen? Interessiert ihn das überhaupt?“

Du hast das Gefühl, dass alle anderen mega schlaues Zeug daherreden, während das, was du sagen willst, nicht der Rede wert ist. Und deswegen sagst du lieber nichts.

Diese Beschränkung musst du loswerden.

Mach dir bewusst, dass es den anderen nicht wichtig ist, ob nur einzigartige Sätze aus deinem Mund kommen.

Nicht alles, was du sagst, muss Gold sein.

Wenn du loslässt und einfach sagst, was dir in den Kopf kommt, bist du am charismatischsten.

Das lieben Menschen.

Es ist tausendmal besser, als zu überlegen, was den anderen gefällt und das zu sagen. Dadurch verbiegst du dich. Du spielst etwas vor und versteckst deine Persönlichkeit.

Das mag niemand! Und früher oder später werden die Leute es herausfinden. Häufig merken sie es sogar im ersten Gespräch.

Tipp: Hör auf, alles was gesagt wird, zu bewerten.

Bewerte nicht mehr, was die anderen sagen und bewerte nicht mehr, was du selbst sagst.

Es geht im Gespräch nicht darum etwas Geniales oder Kreatives zu sagen, sondern darum, Meinungen, Ideen und Geschichten auszutauschen.

Wenn dir etwas einfällt und du es einfach sagst, dann ist es perfekt für das Gespräch, allein deswegen, weil es dein persönlicher, ehrlicher Beitrag ist.

Icon: Lämpchen[BONUS]

Die besten Tipps…

  • wie du ein Gespräch auf natürliche Weise beginnst
  • welche Gesprächsthemen am besten passen
  • wie du den Smalltalk fesselnd und mitreißend gestaltest

…findest du in meinem Leitfaden für spannenden und verbindenden Smalltalk! Klick dafür auf folgenden Link: Smalltalk lernen.

#5 Schritt: Lass dich nicht überwältigen von Vielrednern

Offener und kommunikativer werden: Vielredner

Es gibt Leute, die nehmen das ganze Gespräch ein und lassen kaum Raum für andere.

Die quasseln so viel, dass man das Gefühl hat, man müsste sie erst mit einem Elektroschocker ruhig stellen, bevor man selbst ein Wort einwerfen könnte.

Lass dich von solchen Leuten nicht einschüchtern.

Nur weil jemand viel redet, heißt das nicht, dass diese Person viel Interessantes zu sagen hat. Häufig ist das Gegenteil der Fall!

In so einer Situation darfst du die sprechende Person unterbrechen.

Das solltest du sogar tun!

Nur musst du darauf achten, dass du es freundlich und selbstbewusst tust. Denn ohne Freundlichkeit kannst du die andere Person verletzen, da sie vielleicht gar nicht bemerkt, dass sie niemanden zu Wort kommen lässt. Und ohne Selbstbewusstsein wird die andere Person dich gar nicht beachten und einfach weiterreden.

Du wirst bemerken:

Leute zu unterbrechen ist gar nicht so leicht.

Die meisten denken, sie tun es nicht, weil sie so lieb sind, aber sie können es gar nicht. Ihnen fehlt der Mut und das Selbstbewusstsein.

In diesem Fall musst du erstmal an deinem Auftreten arbeiten und den Mut aufbringen, für dich einzustehen.

Dann wird es immer leichter werden.

Kleiner Exkurs:

Körpersprache zum Offener werden

Worte machen nur einen kleinen Teil sozialer Kommunikation aus.

Viel mehr passiert durch die Körpersprache.

Sie zeigt, wie du dich fühlst und wie glaubhaft deine Aussagen sind.

Stell dir vor, du musst eine Präsentation halten und jemand fragt dich, wie es dir geht…

Wenn deine Hände zittern, dein ganzer Oberkörper angespannt ist und du sagst: „Ach Quatsch, ich mach mir keine Sorgen. Das wird ganz easy“ dann glaubt dir das kein Mensch!

Wir vertrauen stärker auf die Körpersprache, weil sie schwerer vorzutäuschen ist.

Auch wenn du kommunikativer und offener werden willst, ist die Körpersprache wichtig.

Fünf typische Fehler und ein paar hilfreiche Tipps dazu, erklär ich in meinem Artikel Selbstbewusstes Auftreten.

Schau dort gern mal vorbei.

#6 Schritt: Sprich mit jedem

Bei meinen Klienten beobachte ich immer wieder folgendes Problem.

Sie sind hochmotivert. Sie wollen die Tipps umsetzen und so richtig durchstarten.

Dann bekommen sie die Gelegenheit – und tun es doch nicht!

Vielleicht kennst du das…

Im entscheidenden Moment denkst du dir: „Ach, ich fühl mich gerade nicht so gut und hab auch wenig Lust auf Reden.“

Und du bleibst in deiner Komfortzone.

Für die meisten Menschen ist das normal.

Sie lesen nur, aber setzen nichts um.

Und genau das ist das große Problem!

Tu dir einen Gefallen:

Vergiss deine Ausreden und forder dich heraus, auch wenn du dich nicht so danach fühlst. Nutz jede Gelegenheit, um dich zu überwinden und neue Erfahrungen zu sammeln.

Dadurch lernst du.

Jedes Gespräch und jede Ablehnung erweitern deinen Erfahrungsschatz und stärken deine sozialen Fähigkeiten.

Erinnere dich: Wenn du ein Leben lang schüchtern warst, hast du eine Menge Erfahrungen nachzuholen.

Das Geheimnis zum Erfolg bleibt immer das gleiche: Nicht nur lesen, auch HANDELN.

Offener und Kommunikativer werden: Fazit

Würden wir uns heute begegnen, dann würdest du einen geselligen Kerl sehen, mit einigen Leuten um sich herum.

Du würdest niemals den schüchternen Jungen entdecken, der sich darunter versteckt.

Dieser Junge war ich mal. Und ich bin froh drüber.

Es war eine Zeit, in der ich viele Erfahrungen gesammelt hab. Ich hab gelernt, allein zu sein und die Stille zu genießen. Und ich hab viel Zeit für Bücher, Serien und Computerspiele gehabt…

Aber neben alledem, hab ich dennoch andere Leute vermisst. Ich hab mir gewünscht kommunikativer zu sein.

Denn in sozialen Situationen tat ich mich schwer. Ich hatte Probleme damit, mich ins Gespräch zu integrieren und aus mir herauszukommen.

Häufig haben mir einfach die Worte gefehlt.

Ich hatte das Gefühl, langweilig und sozial inkompetent zu sein.

Aus diesem Grund hab ich etwas verändert, bin einen neuen Weg gegangen und bin heute ein anderer Mensch.

Und auch DU bist auf dem besten Weg, sonst wärst du nicht auf dieser Seite 🙂

Jetzt musst du nur dranbleiben.

Auch wenn du das Gefühl hast, dass etwas mit dir nicht stimmt und du nicht für sozialen Kontakt gemacht bist – glaub diesen Scheiß nicht!

JEDER kann kommunikativer und selbstbewusster werden.

Meine besten Tipps und Methoden dazu, verrate ich dir in meinem Audio-Kurs.

Scroll einfach nach unten, trag dich ein und du bekommst ihn sofort zugeschickt.

Viel Erfolg und motivierte Grüße,

Gustav.

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