Smalltalk lernen: 8 typische Fehler und 5 hilfreiche Tipps

Titelbild: Smalltalk lernenDu willst die Kunst des lockeren Smalltalks lernen?
Dann bist du hier genau richtig.

Leicht mit anderen ins Gespräch zu kommen und mühelos plaudern zu können, hat viele positive Auswirkungen auf dein Privatleben und kann auch im Beruf einige Türen öffnen.

Außerdem ist es ganz leicht, wenn du nur weißt, wie!

In diesem Artikel zeige ich dir anhand von 8 typischen Fehlern und 5 hilfreichen Tipps:

  • wie du ein Gespräch mit fremden Menschen mühelos startest

  • wie du passende Gesprächsthemen findest

  • wie du mit ein paar Tricks peinliche Stille ganz einfach vermeidest

  • wie du den Smalltalk interessant und mitreißend gestaltest

  • wie du dabei locker bleibst und die Sorgen loswirst, etwas Falsches zu sagen

Smalltalk lernen: 8 typische Fehler und 5 hilfreiche Tipps

Titelbild: Smalltalk lernenDu willst die Kunst des lockeren Smalltalks lernen?
Dann bist du hier genau richtig.

Leicht mit anderen ins Gespräch zu kommen und mühelos plaudern zu können, hat viele positive Auswirkungen auf dein Privatleben und kann auch im Beruf einige Türen öffnen.

Außerdem ist es ganz leicht, wenn du nur weißt, wie!

In diesem Artikel zeige ich dir anhand von 8 typischen Fehlern und 5 hilfreichen Tipps:

  • wie du ein Gespräch mit fremden Menschen mühelos startest

  • wie du passende Gesprächsthemen findest

  • wie du mit ein paar Tricks peinliche Stille ganz einfach vermeidest

  • wie du den Smalltalk interessant und mitreißend gestaltest

  • wie du dabei locker bleibst und die Sorgen loswirst, etwas Falsches zu sagen

Hier noch eine grafische Übersicht der Fehler und Tipps…

Smalltalk Infografik

Und jetzt lass uns loslegen…

Viel Spaß!

Das Geheimnis mühelosen Plauderns

Smalltalk lernen: Cafe-Klatsch

Für viele Menschen ist Smalltalk ein Graus!

Sie denken dabei an aufgezwungene Unterhaltungen und peinliche Gesprächspausen.

In ihrem Kopf haben sie das Bild, wie sie neben einem Kollegen sitzen und ihnen plötzlich die Worte ausgehen. In unangenehmer Stille sitzen beide da und überlegen, wie sie am schnellsten aus dieser peinlichen Situation entkommen.

So ging es früher auch mir.

Smalltalk war für mich wie eine Präsentation. Ich präsentierte mich selber und musste meinen Gegenüber beeindrucken und überzeugen. Und ich hatte Angst vor einer schlechten Bewertung.

Dementsprechend habe ich mich unter Druck gesetzt gefühlt.

Smalltalk war für mich anstrengend und erschöpfend.

Heute kann ich dir sagen: Das Präsentations-Mindset ist für Leute, die Schwierigkeiten mit Smalltalk haben, eines der größten Probleme.

Denn gelungener Smalltalk lebt von seiner Leichtigkeit und Lockerheit.

Er versprüht Charme und Witz!

Ein ungezwungener Plausch ist keine Präsentation. Es geht dabei nicht darum, etwas zu verkaufen oder jemanden zu überzeugen. Mit dieser Herangehensweise ist ein lockeres Gespräch unmöglich.

Smalltalk ist eine Kunst, bei der es darum geht, mit einer fremden Person Spaß zu haben und sich dabei näher zu kommen.

Icon: Lämpchen[BONUS]

Als kleine Hilfe hab ich eine Liste mit 270 interessanten Fragen für fesselnden Smalltalk erstellt.

Mein Tipp: Mach diese Liste zu deiner Geheimwaffe für soziale Situationen. Präg dir deine Lieblingsfragen ein und wenn du mal nicht weiter weißt oder ein Gespräch auf das nächste Level bringen willst, dann komm darauf zurück.

Schau mal rein. Vielleicht ist ja was für dich dabei. Viel Spaß beim herumstöbern!

Die wahre Bedeutung von Smalltalk

Wozu brauchen wir Smalltalk überhaupt?

Es macht doch viel mehr Spaß bedeutungsvolle Gespräche mit Freunden zu führen, denen wir vertrauen.

Smalltalk hingegen ist unbeliebt. Aus zwei simplen Gründen:

  1. Die Gespräche sind oberflächlich und vermeintlich unbedeutend
  2. Smalltalk findet zwischen Leuten statt, die sich nicht gut kennen

Smalltalk ist geprägt von Ungewissheit und Anspannung…

Und wir sehen keinen Sinn darin!

Wieso sollte man sich freiwillig in Situationen begeben, in denen man sich unsicher fühlt und nicht weiß, was passiert?

Denk mal einen Moment an deine Freunde, mit denen du tolle Gespräche führen kannst…

Auch mit ihnen hat es irgendwann mal klein angefangen, oder?

Und damals, in den ersten Minuten, wart auch ihr auf Smalltalk angewiesen.

Smalltalk ist ein Werkzeug, das uns dabei hilft mit Menschen in Kontakt zu kommen. Er ermöglicht es uns, andere Menschen Stück für Stück kennenzulernen, bis wir bereit sind uns zu öffnen und über persönlichere Dinge zu sprechen.

Aus diesem Grund finde ich Smalltalk heute nicht mehr unnötig und nervig. Im Gegenteil – häufig ist er echt hilfreich und unverzichtbar.

Wenn du ein Meister des Plauderns bist, dann wirst du überall neue Freunde finden und viele spannende Gespräche führen.

Wie du dazu wirst, das zeige ich dir jetzt…

So kannst du Smalltalk lernen!

Ich bekomme häufig Emails von Lesern, denen es schwerfällt neue Leute kennenzulernen.

In den Emails hört sich dieses Problem wie ein unüberwindbares Hindernis an, wofür sie sich nicht einmal in ihren kühnsten Träumen eine Lösung vorstellen können.

Dabei ist das mit ein paar Smalltalk-Skills ganz einfach…

Und diese Fähigkeiten kann JEDER lernen!

Am Wichtigsten ist dabei die Praxis!

Wenn du nicht nach draußen gehst und das Gelesene anwendest, dann wird sich nichts verändern.

Versteh mich nicht falsch… Hochwertige Tipps und Theorien sind wertvoll. Aber wirklich etwas lernen, kannst du nur in der Praxis!

Schreib dir das hinter die Ohren.

So! Und jetzt lass uns zu den 8 typischen Fehlern kommen, die immer wieder für gelangweilte Blicke und gerümpfte Nasen sorgen…

1. Fehler: Du bist in Gedanken nur bei dir selbst

Horrorgedanken für Smalltalk verlernen

Diesen Fehler machen fast alle Menschen, die Schwierigkeiten mit Smalltalk haben.

Alleine dadurch, dass du diese Gewohnheit brichst, werden sich deine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen drastisch verbessern.

Hier kommt die Erklärung:

Was passiert mit dir, wenn du auf fremde Menschen triffst?

Bei den meisten Menschen sorgt das für Verunsicherung oder zumindest Anspannung. Darauf reagiert das Gehirn dann in einer bestimmten Weise…

Du fängst an darüber nachzudenken, wie du dich verhalten sollst. Du achtest auf jeden Schritt, den du tust und richtest deine ganze Aufmerksamkeit auf dich selbst.

Durch deinen Kopf rasen solche oder so ähnliche Gedanken:

  • „Wie sehe ich aus? Sitzt meine Frisur passend?“
  • „Die anderen denken doch bestimmt, dass ich komisch bin, wenn ich hier so alleine dastehe.“
  • „Was kann ich als nächstes sagen?“
  • „Wie soll ich meine Arme halten?“
  • „Sieht man, dass ich nervös bin?“

Das Problem dabei ist leicht erklärt…

Wenn dein Kopf mit den Gedanken über dich selbst beschäftigt ist, bleibt wenig Platz für das tatsächliche Gespräch.

Dann ist dein Kopf blockiert!

Dir fällt nichts mehr ein, was du sagen könntest und deine normalen Gesprächsfähigkeiten sind wie hinweggefegt.

Kennst du dieses Phänomen? Wenn ja, willkommen im Club! Der folgende Tipp wird dir weiterhelfen.

Tipp: Verändere deinen Fokus von innen nach außen. Konzentriere dich nicht mehr auf dich selbst und wie du auf andere wirkst, sondern konzentriere dich auf die anderen:

  • Denke nicht darüber nach, was du als nächstes sagen könntest, sondern höre mit voller Aufmerksamkeit dem Gespräch zu.
  • Schaue die anderen an und überlege, wie es ihnen geht und wie sie sich fühlen. Fällt dir irgendwas Besonderes auf?
  • Achte einfach darauf, dass du deinen Fokus nach Außen wendest. Du kannst auch Dinge beobachten, die dir ins Auge fallen und die du interessant findest.

Ausführlichere Tipps dazu, wie du deine Gedanken in den Griff bekommst und kommunikativer wirst, gebe ich in meinem kostenlosen Audio-Kurs.

Trag dich unten in das Formular ein und ich schick dir den Kurs direkt zu:

Jetzt aber ab zum nächsten Fehler! Dieser ist besonders für Perfektionisten interessant.

2. Fehler: Zu hohe Ansprüche an den Inhalt

Ich dachte früher, alles was aus meinem Mund kommt, muss Gold sein.

Ich habe mich für vernünftig und intelligent gehalten und deswegen war es mir sehr wichtig, dass alles was ich sage, clever ist.

Etwas Dummes zu sagen wäre schlimm gewesen.

Kannst du dir vorstellen, was so eine Einstellung bewirkt hat?

Ich kann es dir sagen…

Diese Ansprüche haben mich extrem gehemmt! Und anstatt vernünftig und intelligent zu wirken, habe ich dadurch unsicher und eingeschüchtert gewirkt.

Nicht so ganz der Effekt, auf den ich gehofft hatte.

Geht es dir auch so? Empfindest du das, was du sagen willst, häufig als nicht gut genug?

Hast du das Gefühl, dass alle anderen mega schlaues Zeug daherreden, während das, was du sagen willst, nicht der Rede wert ist?

Wenn das der Fall ist, musst du erstmal deine Einstellung zu Gesprächen ändern!

Gespräche sind kein Wettkampf, in denen es darum geht, möglichst gut abzuschneiden. Deine Beiträge müssen nicht immer besonders durchdacht und clever sein.

Dein Ziel im Smalltalk sollte eher sein, etwas Neues über die andere Person herauszufinden und zu gucken, ob ihr vielleicht Gemeinsamkeiten habt.

Tipp: Probiere die Bewertung des Gesagten aus deinen Gesprächen zu entfernen!

Sieh das Ganze stattdessen als ein Spiel, bei dem jeder mal an der Reihe ist und etwas sagt. Es muss nicht lustig, unterhaltsam oder klug sein. Es geht einfach darum, dass man sich austauscht.

Wenn du an der Reihe bist, dann sage einfach, was dir durch den Kopf geht, ohne lange nachzudenken. Überlege dabei nicht, ob der Beitrag gut oder schlecht ist. Und verschwende auch nicht so viel Energie darauf, die Reaktionen der anderen zu interpretieren.

Außerdem bewerte auch nicht, was die anderen sagen. Sonst bist du direkt wieder im alten Muster und fühlst dich verunsichert, weil du dich mit anderen vergleichst.

3. Fehler: Das Gleichgewicht von Reden und Zuhören stimmt nicht

Smalltalk lernen: Vielredner

Für ein Gespräch zwischen fremden Leuten ist es wichtig, dass man sich gegenseiteig im gleichen Tempo kennenlernt.

Es kann sehr unangenehm sein, viel von sich selbst preiszugeben, während der andere kaum etwas erzählt. Und genauso blöd ist es, selber nicht zum Zug zu kommen, weil die andere Person ununterbrochen redet.

Bemühe dich um ein Gleichgewicht in deinen Gesprächen.

Ich stelle nicht nur Fragen, sondern erzähle zwischendurch auch immer wieder Dinge über mich selbst. So stelle ich sicher, dass es ein Geben und Nehmen ist.

Wenn mir jemand eine lange Geschichte erzählt, wo er arbeitet und wie er das erlebt, dann erzähle ich danach eine ebenso ausführliche Geschichte über mich selber.

Ich möchte nicht, dass er das Gefühl hat, dass er sich öffnet und ich ihm gar nicht entgegenkomme.

Wenn ich eine kurze Antwort bekomme, dann antworte ich auch kurz und knackig.

Dieses Gleichgewicht sorgt für angenehme Gespräche und erleichtert es mir, andere Menschen besser kennenzulernen.

4. Fehler: Deine Gespräche sind zu eintönig

Kennst du diese Gespräche, die anfingen und dann – Gott sei Dank – irgendwann zu Ende waren? Was hat da gefehlt?

Die Überraschung und Abwechslung!

Ein Gespräch wird langweilig in dem Moment, in dem alles vorhersehbar ist und nichts Unerwartetes mehr passieren kann.

Habe keine Angst davor zwischen Themen hin- und herzuspringen. Nicht alles was du sagst, muss für den anderen sofort Sinn ergeben.

Viele Menschen, mit denen ich an ihren Kommunikationsfähigkeiten gearbeitet habe, hatten Schwierigkeiten damit, das Thema zu wechseln. Deswegen kamen sie in Schwierigkeiten, sobald ein Thema ausdiskutiert war… Das Gespräch stockte und peinliche Stille machte sich breit.

Tipp: Am besten übst du dich darin, neue Themen zu eröffnen und zwischen den Themen zu wechseln. Dadurch wird das Gespräch belebter und dir werden immer viele Optionen bleiben, was du sagen könntest.

Wenn es zu einem Thema nichts mehr zu sagen gibt, dann kommst du einfach auf ein Thema zu sprechen, über das ihr davor geredet habt:

„Du hast vorhin erzählt, dass du bei deiner Oma zu Besuch warst. Versteht ihr euch gut?“

5. Fehler: Du bist ein emotionsloser Roboter

Smalltalk lernen: emotionsloser Roboter

Menschen lieben Emotionen!

Millionen Menschen rennen jeden Tag ins Kino, um eine emotionale Achterbahnfahrt zu erleben.

Schau dir einen erfolgreichen Film an und du weißt, was wir uns wünschen: Wir wollen leiden, zweifeln, hoffen und dann am Ende natürlich gewinnen und glücklich sein.

Was bedeutet das für Smalltalk?

Um spannende Gespräche zu führen und mit Leuten zu „connecten“, musst du auch Emotionen zeigen!

Begeisterung, Verwunderung, Freude und viele weitere Emotionen gehören zu einem guten Gespräch.

Wenn du häufig monoton redest und deine Mimik kaum einsetzt, dann solltest du lernen, mehr Emotionen zu zeigen.

Das hilft deinen Gesprächen und du fühlst dich dadurch lebendiger.

Tipp: Vermeide einsilbige, emotionslose Antworten.

Wenn etwas Emotionen in dir auslöst, dann zeige das!

Auch während der andere spricht, kannst du zeigen, dass du emotional mitgehst. Gucke deinen Gegenüber an und zeige deine Reaktionen, auf das, was er sagt: „Echt?“, „Wow“, „Spannend“.

6. Fehler: Du erzählst nur von dir selbst

Etwas Persönliches zu erzählen, schafft Nähe und Vertrauen. Aber wie so oft kommt es auf die Dosis an.

Wenn du durchgehend von dir selbst redest und alle anderen Themen auf der Stelle abwürgst, dann schadet das dem Gespräch.

Außerdem kann es eingebildet wirken, zu viel von dir selbst zu erzählen.

Tipp: Interessiere dich auch für andere Dinge als dich selbst. Stelle Fragen und finde die Interessen deines Gegenübers heraus. Vielleicht gibt es da ja sogar ein paar Gemeinsamkeiten.

7. Fehler: Nörgelei und Beschwerden

Dieser Hinweis sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber leider erlebt man es – gerade in Deutschland – immer wieder, dass Leute schon beim ersten Kontakt rumnörgeln und sich beschweren.

Das ist fehl am Platz!

Niemand will beim Kennenlernen etwas über deine persönlichen Probleme hören.

Ich sehe das folgendermaßen:
Ich möchte Spaß haben und den anderen etwas Gutes tun. Schlechte Nachrichten und Negativität zu verbreiten, passt da nicht dazu.

Es geht beim Smalltalk schließlich um eine lockere Unterhaltung und kein Krisengespräch.

8. Fehler: Alles besser wissen & Ratschläge erteilen

„Ratschläge sind auch Schläge.“

Die meisten Ratschläge sind gut gemeint und kommen von dem Bedürfnis zu helfen…

Aber beim Smalltalk schaden sie!

Die meisten Menschen nehmen Ratschläge sowieso nur an, wenn sie die andere Person gut kennen oder ihre Kompetenz schätzen.

Wenn du einer Person, die du kaum kennst, einen Ratschlag gibst, kann das als Besserwisserei ausgelegt werden.

Deswegen verzichte so lange auf Ratschläge, bis du die andere Person wirklich gut kennst oder dazu aufgefordert wirst.

Zusammenfassung:

Schon haben wir die 8 typischen Fehler abgeschlossen und sind bei den Tipps angekommen.

Hier nochmal eine Zusammenfassung der Fehler:

  1. Du bist in Gedanken nur bei dir selbst!
  2. Du hast zu hohe Ansprüche an das, was du sagen könntest!
  3. Das Gleichgewicht von Reden und Zuhören stimmt nicht!
  4. Deine Gespräche sind zu eintönig!
  5. Du zeigst keine Emotionen!
  6. Du erzählst nur von dir selbst!
  7. Nörgelei und Beschwerden!
  8. Du weißt alles besser und wirfst mit Ratschlägen um dich!

Viel Spaß bei den Tipps…

Leitfaden für spannenden & verbindenden Smalltalk

Die letzten 6 Jahre lang habe ich mich intensiv mit zwischenmenschlicher Kommunikation beschäftigt. In dieser Zeit habe ich ein bombensicheres Smalltalk-System entwickelt, das dir dabei hilft, spannende Gespräche zu führen und Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

5-Schritt Leitfaden für Smalltalk

Es ist einfacher Schritt-für-Schritt Leitfaden, den du sofort und in jeder Situation anwenden kannst.

1. Der Start ins Gespräch

Der Start fällt vielen Menschen am allerschwersten.

Aber nicht, weil er kompliziert ist, sondern weil es Mut erfordert, auf Menschen zuzugehen.

Deswegen musst du erstmal deine Ängste in den Griff bekommen.

Redehemmungen überwinden:

Es ist normal nervös zu sein, wenn du auf fremde Menschen triffst. So geht es den meisten Leuten…

Wirf mal einen Blick auf diese Statistik:

Infografik: Smalltalk lernen Schüchternheit

Im Prinzip ist es auch kein Problem nervös zu sein, aber die meisten Leute versuchen es zu verbergen und dadurch wird es zum Problem.

Zur ursprünglichen Angst, kommt noch die Angst dazu, die anderen könnten die Nervosität sehen… Das macht dich noch nervöser. Und so beginnt ein Teufelskreis…

Ich empfehle dir: Akzeptiere deine Nervosität. Es gibt keinen Grund, das zu verstecken oder dich dafür zu schämen.

Sobald du das verinnerlichst, wird sie schnell nachlassen.

Tipp: Abgesehen davon gibt es ein paar weitere Tricks, die bei Redehemmungen helfen:

  • Wage direkt den Anfang: Der erste peinliche Moment entsteht schon dann, wenn sich keiner traut, das Gespräch zu beginnen. Und je länger du wartest, desto nervöser wirst du. Deswegen beginne direkt in den ersten Sekunden mit dem Gespräch. So lässt du der Nervosität gar keine Zeit, überhaupt erst zu entstehen.
  • Scheue dich nicht davor, über Belangloses zu reden: Im Smalltalk geht es immer erstmal um belanglose Themen. Deswegen scheue dich nicht davor etwas zu sagen, weil es uninteressant sein könnte. Hauptsache, du beginnst das Gespräch.

Wenn dir diese Tipps nicht weiterhelfen und deine Hemmungen so stark sind, dass es dir schwerfällt, überhaupt ein richtiges Gespräch zu führen, dann musst du erst einmal deine Schüchternheit überwinden.

In meinem Artikel Schüchternheit überwinden: 8 Tipps und 5 Übungen erzähle ich dir, wie ich es geschafft habe und zeige dir, wie du es auch schaffen kannst.

Jetzt aber weiter zu den besten Einstiegs-Fragen!

5 bewährte Fragen, um ein spannendes Gespräch zu starten:

1. „Hi, ich bin Gustav. Wie gefällt dir XYZ?“

Am besten ist ein simpler und freundlicher Einstieg.

Ersetze das XYZ durch die Aktivität, bei der du die Person triffst.

Wenn ihr beide bei einem Vortrag ward, kannst du sagen „Hi, ich bin Gustav. Hat dir der Vortrag gefallen?“. Oder auf einer Party sagst du „Hi, ich bin Gustav. Wie gefällt dir die Party?“.

Achso… Und du solltest natürlich deinen eigenen Namen verwenden.

Wie du dich am besten vorstellst, unterscheidet sich in Abhängigkeit davon, in welchem Umfeld du auf die andere Person triffst.

Auf Arbeit oder in anderen professionellen Kontexten ist es häufig besser, die andere Person mit „Sie“ anzusprechen. Im Alltag bevorzuge ich die persönlichere Variante.

In vielen Fällen kannst du auch bei der Vorstellung direkt ein paar mehr Informationen über dich preisgeben. Wenn du dich einer Kollegin auf der Arbeit vorstellst, kannst du zum Beispiel sagen: „Hi, ich bin Peter. Ich arbeite in der Marketing-Abteilung. Wie gefallen dir die aktuellen Projekte?“

In der Uni erwähnst du noch deinen Studiengang: „Hi, ich bin Franzi. Ich studiere im 3. Semester Jura. Wie gefällt dir das Campus-Fest bisher?

Als Antwort wird sich dein Gegenüber ebenfalls vorstellen und dann seine Meinung zu deiner Frage abgeben… Und dann bist wieder du am Zug.

2. „Woher kennst du die Leute hier?“

Diese Frage hilft dir herauszufinden, ob ihr irgendwelche gemeinsamen Freunde habt. Dadurch könnt ihr euch direkt besser einschätzen und gewinnt Vertrauen zueinander. Wenn ihr keine gemeinsamen Freunde habt, werdet ihr herausfinden, wie es dazu gekommen ist, dass ihr beide dort seid.

Auch diese Frage solltest du individuell an die Situation anpassen…

Wenn du auf einer Party bist und die Gastgeberin (z.B. Marie) kennst, dann kannst du fragen: „Woher kennst du Marie?“.

Oder wenn du jemanden alleine bei einem öffentlichen Event triffst, kannst du auch erstmal fragen: „Mit wem bist du hier?“

3. „Wo kommst du her?“

Diese Frage ist ein Klassiker unter den Smalltalk-Intros.

Wenn die andere Person in der gleichen Stadt lebt wie ich, dann frage ich nach dem Bezirk und wie es ihr dort gefällt.

Dann können wir über unsere Lieblingsorte, Lieblingsrestaurants, Einkaufszentren oder andere Dinge in der Gegend reden. Alleine damit könnte man schon ein stundenlanges Gespräch füllen.

Wenn die Person von anderswo kommt, umso besser. Dann gibt es häufig eine Menge spannender Dinge zu erfahren…

Sei einfach neugierig und versuche mehr herauszufinden:

„Oh spannend. Lebst du schon immer dort?“

„Kannst du dir vorstellen, mal woanders zu wohnen?“

„Wie kommt es, dass du hier bist?“

Aber frage die andere Person nicht nur aus, sondern teile auch Erfahrungen von dir selbst. Dann wirst du gute und spannende Gespräche haben.

Die meisten Menschen mögen es, über Dinge zu reden, mit denen sie sich gut auskennen. Deswegen ist der Heimatort ein super Thema für den Start.

4. „Was machst du beruflich?“

Manche Leute sagen, man soll bei einem sozialen Event nicht über die Arbeit sprechen…

Ich stimme dem insofern zu, dass es sehr nervig sein kann, in Arbeitsgesprächen stecken zu bleiben. Aber gleichzeitig kann eine Frage zum Beruf super dabei helfen, Gemeinsamkeiten und andere spannende Gesprächsthemen zu finden.

Gespräche über die Arbeit sind gut, um sich kennenzulernen. Für eine Weile macht es Spaß darüber zu reden und wenn es langweilig wird, kannst du ja das Thema wechseln…

Dann wirst du auch nicht zu der Person, die NUR über ihre Arbeit reden.

5. „Musst du viel tun für den Job oder hast du auch Zeit für Hobbys und Ferien?“

Der ideale Themenwechsel in einem Arbeitsgespräch.

Im Anschluss an die Antwort könnt ihr euch über Urlaube, Reisen oder Hobbys unterhalten.

Beispiel: Dein Gegenüber sagt „Na klar. Dafür muss schon Zeit sein. Für nächsten Winter habe ich schon einen zweiwöchigen Ski-Urlaub geplant.“

Von dort kannst du dann weitermachen, wie du willst. „Wie cool. Ich gehe selber jedes Jahr Ski fahren. Wo findest du es am besten?“ oder „Hört sich gut an. Ich war selber noch nie Ski fahren. Findest du, dass es sich lohnt?“

Gespräche über Urlaub und Hobbys sind meistens lockerer und mit mehr positiven Emotionen verbunden als Gespräche über die Arbeit.

Deswegen sind diese Themen perfekt, sobald das Gespräch ein bisschen fortgeschritten ist.

Mit diesen 5 Fragen hast du einen simplen Leitfaden, wie du ein Gespräch in Gang bringst. Probiere es in der Praxis aus.

Mit ein bisschen Übung wirst du lernen, überall mit interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Mit dem folgenden Tipp wirst du noch sozial kompetenter und machst es deinen Mitmenschen noch leichter…

Übernimm die Verantwortung für das Gespräch:

In den ersten Minuten des Gesprächs sind die meisten Menschen vorsichtig und halten sich erstmal zurück.

Wir beobachten unseren Gegenüber und fragen uns, worauf er hinaus will.

Deswegen sind wir noch nicht so gesprächig und es dauert ein wenig, bis das Gespräch in Fluss kommt.

Wenn keiner die Verantwortung für das Gespräch übernimmt und es voranbringt, dann endet es meistens sogar schon, bevor es diesen Punkt erreicht.

Ich dachte mir früher häufig: „Wieso sollte gerade ich etwas sagen? Wenn der andere reden will, dann kann er es ja auch tun.“ So habe ich die Verantwortung abgegeben und es mir in meiner Komfortzone gemütlich gemacht.

Deswegen bin ich auch nur selten mit neuen Leuten in Kontakt gekommen und habe mich oft einsam gefühlt.

Kommunikative und selbstbewusste Menschen gehen das anders an! Sie übernehmen selbst die Verantwortung für das Gespräch und machen es dadurch ihrem Gegenüber leicht.

Tipp: Du wirst auch Menschen treffen, die von Beginn an offen und herzlich sind, aber in den meisten Fällen werden sie zu Beginn erstmal vorsichtig sein und nicht so viel sagen.

Dann bist du gefragt! Übernimm die Verantwortung und leite das Gespräch. Sobald sich dein Gegenüber wohl und sicher fühlt, wird auch er mehr ins Gespräch investieren.

Eine offene und lockere Körpersprache:

Körpersprache für Smalltalk lernen

Die Körpersprache ist ein wichtiger Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.

Insbesondere für den ersten Eindruck und den Start ins Gespräch ist sie verdammt wichtig.

Überleg mal selber: Würdest du dich lieber mit einer skeptisch und grimmig schauenden Person unterhalten oder mit einer freundlich lächelnden?

Die erste Reaktion einer anderen Person ist häufig mehr auf deine Körpersprache, als auf das, was du sagst, zurückzuführen.

Hier eine kleine Liste der Dinge, die eine Rolle spielen:

  • Lächeln:

    Ein Lächeln zeigt, dass du entspannt und fröhlich bist. Lächel so viel wie möglich. Allerdings wirst du merken, dass das gar nicht so leicht ist, wenn du angespannt bist. Und ein Fake-Lächeln erkennen deine Mitmenschen sofort.

  • Blickkontakt:

    Die Augen lügen nicht. Am Blickkontakt kann man erkennen, ob jemand selbstsicher oder eingeschüchtert ist. Gucke deinen Mitmenschen in die Augen, lieber zu lange als zu kurz. Aber vergiss dabei nicht zu blinzeln, sonst sieht es aus, als würdest du sie anstarren.

  • Langsame Bewegungen:

    Wenn du nervös bist, wirst du dich automatisch schneller und ruckartiger bewegen. Deswegen fahre lieber mal einen Gang runter und beweg dich nur halb so schnell. Dann fühlst du dich auch gleich entspannter.

  • Offene Körperhaltung:

    Eine gute Körperhaltung ist nicht nur für die Kommunikation, sondern auch für die Gesundheit wichtig. Stehe aufrecht, mit geradem Rücken und ziehe deine Schultern nach hinten.

Für mehr und ausführlichere Tipps zur Körpersprache empfehle ich dir meinen Artikel Selbstbewusstes Auftreten. Dort findest du auch praktische Übungen, um die Körpersprache sofort zu verbessern.

2. Smalltalk Themen

Zu Beginn des Gesprächs sind seichte Themen am besten geeignet, wie zum Beispiel:

  • das Wetter
  • die Situation
  • Hobbys
  • die Arbeit
  • Sport
  • Essen
  • Filme
  • Bücher
  • Theater
  • Reisen

Aktuelle Themen und Neuigkeiten funktionieren auch immer gut.

Lass uns mal einen Blick darauf werfen, was die Menschen selber sagen, wenn man sie fragt, was für Erwartungen sie an ein gutes Gespräch haben:

Infografik: Smalltalk Themen

Außerdem gibt es auch ein paar No-Go Themen, die man beim Kennenlernen erstmal vermeiden sollte:

  • Krankheiten und andere Schicksalsschläge
  • Ehe- und Beziehungskrisen
  • Brisante politische Themen
  • Tratsch und Lästerei
  • Eure finanzielle Lage

Auch hier noch einmal eine Umfrage, was bei einem Gespräch mit fremden Menschen als Tabu-Thema deklariert wird.

Infografik: Smalltalk Tabuthemen

Notiz: Diese Themenvorschläge sind nur Richtlinien und keine Regeln. Wenn du dich auf Anhieb sehr gut mit jemandem verstehst, könnt ihr auch bei eurer ersten Begegnung über sehr persönliche Themen sprechen.

3. Wie du immer weißt, was du als nächstes sagen sollst

Smaltalk lernen um peinliche Stille zu vermeiden

Früher bin ich immer mit dem Bus von der Schule nach Hause gefahren.

Dabei saß ich manchmal minutenlang neben Schulkameraden, die ich flüchtig kannte.

Wir begannen uns zu unterhalten. Eine Minute… Zwei Minuten… Und dann wusste ich meistens nicht mehr, was ich sagen sollte. Das Gespräch starb aus. Und die restlichen 10 Minuten saßen wir, in peinliches Schweigen gehüllt, nebeneinander.

Wie du das vermeidest und peinliche Stille für immer aus deinem Leben verbannst, das erfährst du jetzt!

Offene Fragen:

Anstatt Fragen zu stellen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können, ermutige deinen Gegenüber dazu, mehr Informationen zu teilen…

Das gelingt dir mit offenen Fragen!

Ja/Nein: „Wie war dein Urlaub?“

Offen: „Was für spannende Sachen hast du in deinem Urlaub erlebt?“

Ja/Nein: „Das Essen hat richtig gut geschmeckt oder?“.

Offen: „Das Essen war echt gut gewürzt. Wie hat es dir gefallen?“

Ja/Nein: „Fandest du den Vortrag gut?“

Offen: „Was hat dir am Vortrag besonders gut gefallen?“

Beende Aussagen mit einer Frage:

Gespräche zwischen Freunden enthalten viele Aussagen und wenig Fragen… Einer sagt etwas und erwartet ganz natürlich eine Antwort.

Das ist toll! Aber es funktioniert nur, wenn ihr euch gut kennt.

Wenn ihr euch nicht gut kennt und trotzdem kaum Fragen stellt, kann das schnell zu peinlicher Stille führen.

Tipp: Am besten beendest du deine Aussagen mit einer passenden Frage:

  • „…deshalb habe ich mich für dieses Studium entschieden. Wie bist du darauf gekommen?“
  • „…seitdem habe ich wieder angefangen zu lesen. Hast du irgendwelche Lieblingsbücher?“
  • „…insbesondere die Cafés sind hier echt gut. Wie lange lebst du schon hier?“

Die Fragen müssen nicht „clever“ sein:

Cleverness wird überschätzt.

Im Smalltalk denkt fast niemand: „Diese Aussage hatte ja gar kein Bezug zum Thema.“ oder „Was für eine unclevere Frage.“

Deine Fragen müssen nicht clever sein. Es ist OK auch mal simple und offensichtliche Fragen zu stellen. Es ist sogar deutlich mutiger etwas Einfältiges zu sagen, als gar nichts zu sagen.

Gerade beim Smalltalk geht es nicht darum, zu zeigen, wie intelligent man ist. Man will einfach nur ein lockeres Gespräch führen und dabei Spaß haben.

Icon: Lämpchen[BONUS]

Die besten Tipps…

  • wie du aktiv auf andere Menschen zugehst
  • wie du dich immer ins Gespräch integrieren kannst
  • wie du dich nicht davon überwältigen lässt, wenn jemand anders zu viel redet

…findest du in meinem Artikel Offener und kommunikativer werden. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

 Zusammenfassung, wie dir nie mehr die Worte ausgehen:

  • Stell offene Fragen, die es deinem Gegenüber leicht machen, ins Reden zu kommen
  • Wenn das eine Thema ausdiskutiert ist, dann wechsle zu einem Thema, über das ihr vorher gesprochen habt
  • Beende deine Aussagen und Geschichten mit einer Frage, sodass dein Gegenüber mühelos weitermachen kann
  • Etwas „Uncleveres“ zu sagen ist besser, als Nichts zu sagen. Hör auf, zu hohe Ansprüche an dich selbst zu stellen.

4. Ein spannendes Gespräch führen

Manche Gespräche hören nicht deswegen auf, weil den Teilnehmern die Worte ausgehen, sondern deswegen, weil die Gespräche einfach zu langweilig sind.

Das Gespräch plätschert so dahin, es wird 10 Minuten lang über die Arbeit geredet und am Ende sind beide froh, dass es endlich vorbei ist.

Wie kannst du das vermeiden?

Indem du das Gespräch auf eine emotionale Ebene bringst.

Im Gegensatz zu fachlichen Gesprächen, beziehen sich emotionale Gespräche auf Dinge, die für den anderen eine persönliche Bedeutung haben.

Fachliche Gespräche sind logisch. Dabei geht es um Daten und Fakten. Emotionale Gespräche hingegen sind emotional (wer hätte es gedacht). Sie sprechen die Gefühlsebene an und bedeuten euch etwas.

Erst wenn das Gespräch auf diese Ebene kommt, wird es richtig interessant.

Zeige Interesse:

Aufrichtiges Interesse ist die Grundlage für ein gutes Gespräch.

Erst wenn man das Interesse der anderen Person spürt, ist man bereit, sich zu öffnen.

Um das eigene Interesse zu zeigen, ist aktives Zuhören ein mächtiges Werkzeug:

  1. Widme der anderen Person deine volle Aufmerksamkeit.
  2. Signalisiere Verständnis, indem du nickst und „mmh“ oder „jaa“ sagst.
  3. Wenn dir etwas nicht klar wird, dann frage nach.
  4. Urteile nicht über das, was die andere Person sagt!

Für mehr Tipps, schau dir mal meinen Artikel Offener und kommunikativer werden an.

Dort findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du natürlich Interesse zeigst.

Suche nach Gemeinsamkeiten:

Umso mehr Gemeinsamkeiten du mit deinem Gegenüber findest, desto enger wird das Band zwischen euch. Und desto größer ist die Chance auf eine dauerhafte Verbindung oder Freundschaft, die über das erste Treffen hinausgeht.

Alle Fragen, die ihr stellt und alle Geschichten, die ihr erzählt, sind eigentlich nur darauf ausgerichtet, Gemeinsamkeiten zu finden.

Sobald ihr eine gemeinsame Erfahrung oder Leidenschaft gefunden habt, wirst du bemerken, wie sich das Gespräch ändert…

Plötzlich erfordert es keine Kraft mehr, das Gespräch aufrechtzuerhalten. Und ihr werdet euch beide entspannen, weil ihr euch mit diesem Thema wohlfühlt.

Leider kann man nie vorher erkennen, ob und welche Gemeinsamkeiten man mit jemandem hat…

Aber genau dafür ist Smalltalk ja da!

Vermeide den Interview-Modus:

Ein Interview ist ein unnatürliches Gespräch, bei dem der eine vom anderen ausgefragt wird.

Wie du bemerkt hast, habe ich dir vorhin eine Reihe von Fragen mit auf den Weg gegeben, die dir helfen ein interessantes Gespräch einzuleiten…

Allerdings solltest du aufpassen, dass du dabei nicht in den Interviewer-Modus verfällst.

Eine Frage nach der anderen zu stellen wirkt ein wenig seltsam.

Stattdessen erzähle zwischendurch immer wieder kleine Geschichten und Anekdoten von dir selbst, damit das Gespräch locker und natürlich bleibt.

Hier ein Beispiel, wie du es nicht tun solltest:

– Hi, ich bin Gustav. Wie gefällt dir die Bootstour?

– Hi. Ich bin Anna. Bisher ganz gut.

– Mit wem machst du die Tour?

– Meinen Freundinnen. Sie stehen gerade da drüben.

– Ah ok. Wo kommst du her?

– Aus Hamburg.

– Cool. Hmm. Was arbeitest du?

Und so weiter und so fort…

Merkst du wie unnatürlich und gezwungen das Gespräch wirkt?

Lass uns das gleiche Beispiel anschauen, wie man es hätte besser machen können:

– Hi, ich bin Gustav. Wie gefällt dir die Bootstour?

– Hi. Ich bin Anna. Bisher ganz gut.

– Ja, mir auch. Ich wusste nicht ganz, was ich erwarten soll, aber ich bin positiv überrascht. Mit wem machst du die Tour?

– Mit meinen zwei Freundinnen. Sie stehen gerade da drüben. (Wenn das Gespräch locker und entspannt ist, wird sie häufig an dem Punkt schon von alleine zurückfragen: „Und mit wem bist du hier?“)

– Ah ok. Mein Kumpel holt gerade Getränke. Wo kommt ihr her?

– Also meine Freundinnen kommen aus München und ich wohne zur Zeit in Hamburg. Wo kommst du her?

Und so weiter…

Merkst du, dass das zweite Gespräch deutlich natürlicher und lockerer wirkt?

Aus diesem Grund solltest du den Interview-Modus vermeiden und zwischendurch immer wieder Dinge von dir selbst erzählen.

So kommt das Gespräch besser in Schwung und es wird noch leichter für euch sein, Gemeinsamkeiten zu finden.

Smalltalk beenden:

Je weiter das Gespräch fortschreitet, umso persönlicher wird es werden.

Wenn ihr euch gut versteht und Gemeinsamkeiten habt, dann könnt ihr mit emotionalen Fragen den Smalltalk verlassen und in ein tiefsinniges Gespräch einsteigen.

Hier ein paar Beispiele für emotionale Fragen:

  • Gab es eine Erfahrung, die dein Leben radikal verändert hat?
  • Was ist dir besonders wichtig im Leben?
  • Mit welchem Menschen – tot oder lebendig – würdest du am liebsten mal einen Kaffee trinken gehen?
  • Wovor hast du am meisten Angst?
  • Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben?

Du solltest aber darauf achten, nicht auf einen Schlag extrem persönliche Fragen zu stellen. Das Gespräch sollte sich schon vorher in diese Richtung entwickeln und in kleinen Schritten persönlicher werden.

In manchen Fällen führt Smalltalk aber auch nicht dazu, dass ihr Gemeinsamkeiten findet. Dann wird das Gespräch auch nicht persönlicher und macht nicht so viel Spaß.

In diesen Fällen hat der Smalltalk dabei geholfen, herauszufinden, dass ihr einfach nicht so gut zusammenpasst.

Dafür gibt es dann ein paar Möglichkeiten, um den Smalltalk geschickt zu beenden:

  1. Einen anderen Gesprächspartner vorstellen: Am elegantesten beendest du einen Smalltalk, indem du deinen Gesprächspartner jemand anderem vorstellst. Wähle dafür jemanden, von dem du denkst, dass er mit deinem bisherigen Gesprächspartner gut harmoniert. So tust du beiden etwas Gutes und hast dich selbst aus der Situation befreit.
  2. Entschuldigen: Du kannst auch einen sinnvollen Grund vorschieben, um dich alleine weiter umzuschauen. Sage zum Beispiel: „Entschuldigen Sie bitte, ich hole mir jetzt erstmal etwas zu essen.“ oder „So, jetzt muss ich mal nach meinen Freunden schauen.“
  3. Die Flucht: Wenn dein Gegenüber gar nicht auf deine Zeichen reagiert und du ihn nicht loswirst, dann ist es auch mal okay, aus dem Gespräch zu flüchten. Schaue auf einmal überrascht auf und stelle fest, dass du etwas Dringendes vergessen hast. Sage deinem Gesprächspartner, dass du dich dringend um etwas kümmern musst und dann verschwinde aus dem Gespräch.

5. So kannst du Smalltalk im Alltag üben

Hi sagen: Smalltalk lernen

Diese theoretischen Tipps sind ja alle gut und schön, aber wie kann man im Alltag Smalltalk lernen?

Hier sind meine Lieblingsübungen, die du ganz leicht in dein tägliches Leben integrieren kannst…

Passiv Smalltalk lernen – Andere Beobachten:

Die wahrlich einfachste und bequemste Methode, um sich im Smalltalk zu üben…

Beobachte im Alltag mal ganz bewusst, wie andere Menschen kommunizieren!

Es gibt echte Meister des Plauderns, von denen du eine Menge lernen kannst. Achte darauf, wie sie den Smalltalk beginnen, welche Themen sie verwenden und was für eine Körpersprache sie an den Tag legen.

Dabei kannst du die Dinge, die dir gut gefallen, für dich selbst mitnehmen.

Vergiss dabei aber nicht, auch selber aktiv zu werden und diese Dinge anzuwenden. Ansonsten bringt dich auch alles Beobachten nicht weiter.

In kleinen Schritten aktiv werden:

Du kannst in kleinen Schritten deine Komfortzone erweitern und dir neue Smalltalk-Skills aneignen.

Dafür musst du aufhören, Smalltalk aus dem Weg zu gehen!

Ich war früher für jede Situation dankbar, in der ich nicht Plaudern musste. Wenn ich jemanden gesehen habe, den ich flüchtig kannte, dann habe ich so getan, als würde ich ihn nicht sehen, um ein Gespräch zu vermeiden.

Aber mit Smalltalk ist es wie mit allen Dingen…

Was man nicht übt, lernt man nicht!

Deswegen ist der erste Schritt: Höre auf Smalltalk zu vermeiden. Bekomme deine Schüchternheit in den Griff und lerne, auf Menschen zuzugehen.

Nutze jede Gelegenheit zum Üben

Jedes Gespräch ist ein Geschenk, um dazuzulernen.

Nimm diese Geschenke an und probiere dich aus…

Verhalte dich mal ein wenig anders, als du es all die Jahre davor getan hast, dann wirst du plötzlich neue, spannende Erfahrungen machen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Dein Nachbar läuft dir über den Weg? Dann halte an und frag ihn, wie die Arbeit zurzeit läuft. Vielleicht kommt ihr ja sogar in ein nettes Gespräch und trinkt mal wieder einen Tee miteinander.
  • Du unterhältst dich mit jemandem, den du vor einer Minute getroffen hast? Dann sag mal etwas Spontanes und Unerwartetes und warte die Reaktion ab. Das kann echt Spaß machen und du lernst wieder etwas dazu.
  • Du holst Brötchen beim Becker? Dann lächele einfach mal nett und probiere, den Bäcker ein wenig aufzumuntern. Auch dabei kannst du etwas lernen.

Selbst wenn die ersten Versuche holprig sind… Je mehr du dich im Smalltalk übst und neue Dinge ausprobierst, desto leichter wird es dir fallen.

Plötzlich kommen dir alle Situationen bekannt vor und du weißt schon automatisch, wie du damit umgehen musst.

Smalltalk lernen: Fazit

Herzlichen Glückwunsch!

Du hast es durch den gesamten Artikel geschafft.

Wenn du die gleiche Ausdauer auch draußen an den Tag legst, dann weiß ich jetzt schon, dass du erfolgreich sein wirst!

Zum Abschluss noch eine wichtige Bitte an dich:

Mein Traum ist es, mit diesem Artikel den besten, hilfreichsten Leitfaden für erfolgreichen Smalltalk zu schaffen. Dafür brauche ich DICH…

  • Hat dir etwas gefehlt im Artikel?
  • Hast du irgendwelche Dinge als überflüssig oder störend empfunden?
  • Hast du einen Verbesserungsvorschlag?
  • Sind irgendwelche Fragen unbeantwortet geblieben?

… dann schreib mir bitte eine kleine Feedback-Mail an: gustav@kommunikation-lernen.de

Jede Mail wird gelesen und kurz beantwortet, deine Anstrengung ist also nicht umsonst. Außerdem überarbeite ich die Artikel regelmäßig und hab schon häufig externe Vorschläge einfließen lassen.

Jedes Feedback ist extrem hilfreich!

Beste Grüße, Gustav.

Schau dir auch meine anderen Artikel an:

Smalltalk -> Offener werden und kommunikativer werden
Smalltalk lernen -> Selbstbewusstes Auftreten