Kommunikation: Definition, Modelle, Beispiele (+ 5 Übungen)

Kommunikation Titelbild

Kommunikation ist allgegenwärtig.

Sie prägt das menschliche Zusammenleben.

Ich bin sicher, du kennst das. Du sagst eine Sache, dein Gegenüber versteht etwas ganz anderes und das Gespräch verläuft nicht in die gewünschte Richtung.

Die Folge: Es entstehen Missverständnisse, Konflikte und Frustration.

Kommunikation ist ein absoluter Schlüsselfaktor für beruflichen und privaten Erfolg.

Sie ist entscheidend für die Effektivität und Qualität von sozialen Beziehungen.

Deswegen zeig ich dir in diesem Artikel:

  • die offizielle, wissenschaftliche Definition von Kommunikation

  • eine leicht verständliche Erklärung, wie Kommunikation funktioniert

  • die 3 wichtigsten Kommunikationsmodelle mit praktischen Beispielen

  • effektive Techniken und Übungen, um die Kommunikation zu verbessern

Sie ist entscheidend für die Effektivität und Qualität von sozialen Beziehungen.

Deswegen zeig ich dir in diesem Artikel:

  • die offizielle, wissenschaftliche Definition von Kommunikation

  • eine leicht verständliche Erklärung, wie Kommunikation funktioniert

  • die 3 wichtigsten Kommunikationsmodelle mit praktischen Beispielen

  • effektive Techniken und Übungen, um die Kommunikation zu verbessern

Kommunikation ist ein Austausch oder eine Übertragung von Informationen.

Dabei kann der Austausch auf viele verschiedene Arten stattfinden. Beispielsweise durch Reden, Schreiben, Gesten oder Berührungen.

Der Sender der Informationen steht dabei immer einem oder mehreren Empfängern gegenüber.

Wie funktioniert Kommunikation?

Ein Kommunikationsprozess benötigt mindestens zwei Teilnehmer.

Dabei wird zwischen dem Sender und Empfänger unterschieden.

Der Sender verpackt die Nachricht in ein Signal (z.B. ein Brüllen oder Knurren) und der Empfänger entschlüsselt das Signal bestmöglich.

Dieses Sender-Empfänger-Modell geht auf die Mathematiker Shannon und Weaver zurück.

Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell

Für die menschliche Kommunikation bedeutet das, dass mindestens zwei Personen für einen Austausch benötigt werden.

Die sendende Person verpackt ihre Nachricht in ein Signal (meistens Sprache) und die empfangende Person interpretiert das Gesagte bestmöglich.

Die Rolle des Senders und Empfängers wechselt während des Gesprächs.

Menschliche Kommunikation Infografik

Anhand des Feedbacks kann der Sender seine Nachricht verbessern. Er kann sie verständlicher und passender verpacken.

Allerdings ist das kompliziert, weil das Feedback ja auch nur eine verpackte Nachricht ist und keine direkte Erfahrung.

Welche Kommunikationskanäle gibt es?

Ohne Kanal gibt es keine Kommunikation.

Es wird zwischen den folgenden Kanälen unterschieden…

  • Akustisch: Alles, was man hören kann. Zum Beispiel durch die Stimme oder Klatschen.
  • Optisch: Alles, was man sehen kann. Zum Beispiel durch Mimik und Gestik, aber auch Briefe und Mails.
  • Taktil: Alles, was man spüren kann. Zum Beispiel, indem du jemandem auf die Schulter klopfst oder mit einem Schneeball abwirfst.

Menschliche Kommunikation kann auf allen Kanälen gleichzeitig stattfinden…

Deswegen ist es dort einfacher und sinnvoller zwischen den Kommunikationsebenen zu unterscheiden.

Dazu kommen wir jetzt!

Auf welchen Ebenen kommunizieren wir?

In der zwischenmenschlichen Kommunikation wird zwischen zwei Ebenen unterschieden. Es gibt die…

  • Sachebene
  • Beziehungsebene

Die Sachebene ist rational und von Fakten geprägt.

Die Beziehungsebene ist emotional und instinktiv geprägt.

Wer jetzt denkt, dass der Großteil unserer Kommunikation auf der Sachebene stattfindet, der irrt sich gewaltig.

Es ist genau andersrum.

Am besten lässt sich das mit dem Eisberg-Modell erklären:

Eisbergmodell der Kommunikationsebenen

Nur ein kleiner Teil des Eisbergs ist sichtbar, der Rest verbirgt sich unter der Wasseroberfläche und ist für das menschliche Auge unsichtbar.

Genauso ist es in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Die Sachebene, in der es um Zahlen, Fakten und Inhalte geht, macht nur einen kleinen Teil aus – etwa 10 bis 20 Prozent.

Größer und wichtiger ist die Beziehungsebene. Dort geht es um unsere Gefühle, Ängste, Erfahrungen und Triebe. Sie ist zu großen Teilen unbewusst und ihre Nachrichten zeigen sich, wenn man analysiert, welche Informationen hinter den Wörtern stecken.

Sach- und Beziehungsebene unterscheiden sich also darin, WIE sie kommuniziert werden:

  • Die Sachebene wird vor allem verbal vermittelt
  • Die Beziehungsebene wird vor allem nonverbal vermittelt

Verbale und Nonverbale Kommunikation

Wie du bereits weißt, kann man nicht nur durch Sprache kommunizieren.

Eine freundliche Umarmung oder ein Tritt in den Hintern kommunizieren genauso viel, wie ein nettes Kompliment oder ein blöder Spruch.

Alle Kommunikation, die nicht auf Sprache basiert, wird nonverbale Kommunikation genannt. Dazu gehören beispielsweise die Körpersprache, Mimik und der Klang der Stimme.

Der Informationsaustausch mittels Sprache wird verbale Kommunikation genannt.

Gerade die nonverbale Kommunikation läuft häufig unbewusst ab. Auch wenn wir nicht sprechen, senden wir unsere Stimmung durch unsere Haltung und unseren Gesichtsausdruck nach außen.

3 Kommunikationsmodelle, die du kennen solltest

Willst du Kommunikation besser verstehen?

Willst du Kommunikation nachvollziehen und analysieren können?

Dann helfen dir die folgenden Kommunikationsmodelle.

Wir schauen uns an…

1. Das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun
2. 5 Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawik
3. Die Transaktionsanalyse von Eric Berne

Let’s go!

Das Vier-Ohren-Modell

In diesem Kommunikationsmodell geht Friedemann Schulz von Thun davon aus, dass eine Aussage stets vier Botschaften gleichzeitig enthält.

Nachrichtenquadrat der Verständigung

Lass uns diese Botschaften ein bisschen genauer angucken…

  • Sachinhalt:

    Auf dieser Ebene werden die reinen Fakten übermittelt. Es geht um die objektiven Informationen einer Nachricht. Ohne Interpretation und Ergänzung.

  • Selbstoffenbarung:

    Über diese Ebene wird das vermittelt, was die Nachricht über den Sender aussagt. Es geht um die Emotionen, Werte und Meinungen, die hinter der offensichtlichen Information stehen. Die Selbstoffenbarung ist dem Sender häufig gar nicht bewusst.

  • Beziehung:

    Diese Ebene vermittelt dem Empfänger, wie der Sender zu ihm steht. Es geht darum, was die Nachricht über die Beziehung zwischen den beiden aussagt.

  • Appell:

    Hier geht es um das, wozu der Empfänger veranlasst werden soll. Es ist der Aufruf bzw. die Aufforderung, die in der Nachricht steckt.

Aufgrund dieser Vierteilung wird das Vier-Ohren-Modell auch Nachrichtenquadrat, Vier-Seiten-Modell oder Kommunikationsquadrat genannt.

Ein Beispiel:

Paul und Lisa sind Arbeitskollegen. Sie teilen sich ein Büro.

Freitagnachmittag kommt Paul ins Büro und fragt:

„Ist noch Kaffee da?“

Lisa fährt hoch und faucht: „Wieso muss denn immer ich Kaffee kochen?“ Mit grimmiger Miene packt sie die Kaffeekanne, stürmt aus dem Büro und knallt die Tür hinter sich zu.

Paul ist perplex. Er wollte sie gar nicht zum Kaffeekochen auffordern. Im Gegenteil!

Was war passiert?

Schauen wir uns Pauls Aussage „Ist noch Kaffee da?“ mal auf den vier Ebenen an.

Er meinte damit:

Sachinhalt: Ich will wissen, ob es noch Kaffee gibt.
Selbstoffenbarung: Ich weiß nicht, ob es noch Kaffee gibt.
Beziehung: Du wirst es wissen.
Appell: Sag mir, ob es noch Kaffee gibt!

Lisa versteht Paul folgendermaßen:

Sachinhalt: Ich will wissen, ob es noch Kaffee gibt.
Selbstoffenbarung: Ich hab Durst.
Beziehung: Du musst mich bedienen.
Appell: Koch bitte neuen Kaffee!

Die Konsequenz ist logisch. Lisa fühlt sich gedemütigt und fährt Paul wütend an.

Die Kunst ist es, mit allen vier Ohren zu hören und die Bedeutungen nicht durcheinanderzubringen.

Vier-Ohren-Modell der Kommunikation

Durch das Vier-Ohren-Modell ist ein besseres Verständnis anderer Personen möglich. Du kannst bewusster auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen und eine effektivere Kommunikation ermöglichen.

Lass uns zum Schluss nochmal Lisas Antwort mit allen vier Ohren beleuchten.

Dass sie Paul angefaucht hat: „Wieso muss denn immer ich Kaffee kochen?“, können wir so verstehen:

Sachverhaltsohr: Ich muss immer Kaffee kochen und will wissen, wieso.
Selbstoffenbarungsohr: Ich fühle mich ausgenutzt.
Beziehungsohr: Ich soll die Drecksaufgaben für dich machen.
Appellohr: Sei netter und tu auch mal was für unser Wohlbefinden!

Mit ein bisschen Übung kannst du durch dieses Modell dein Kommunikationsverständnis und deine Handlungsmöglichkeiten nachhaltig erweitern.

Einen ausführlichen Artikel zum Vier-Ohren-Modell, mit noch mehr Beispielen, findest du hier: 4-Ohren-Modell: Vier Seiten einer Nachricht

5 Axiome der Kommunikation

Paul Watzlawik hat 5 Axiome aufgestellt, um die menschliche Kommunikation zu erklären.

Ein Axiom ist eine Grundregel, die keinen Beweis braucht. Also eine allgemeingültige Wahrheit.

Diese Regeln gelten für alle Kommunikationssituationen.

1. Axiom: Man kann nicht nicht kommunizieren

Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.

Auch wenn du nichts sagst und auf den Boden schaust, kommunizierst du dadurch etwas. Zum Beispiel, dass du gerade keinen Kontakt willst oder dass du verunsichert bist und dich nicht traust, etwas zu sagen.

2. Axiom: Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.

  • Der Inhaltsaspekt ist die Sachebene. Er dient dazu, Informationen zu übermitteln.
  • Der Beziehungsaspekt spiegelt das Verhältnis zwischen Sender und Empfänger wider.

Watzlawik behauptet, dass die Gefühle das Gespräch dominieren.

In Abhängigkeit von der Beziehung und nonverbalen Signalen, wird der Inhalt unterschiedlich aufgenommen. Er wird vom Empfänger entweder bestätigt, ignoriert oder entwertet…

Nur bei einer intakten Beziehung kann der Inhalt angenommen werden und eine erfolgreiche Kommunikation entstehen.

Wenn eine negative Beziehung mit dem Sachaspekt vermischt wird (passiert sehr oft), dann entsteht eine gestörte Kommunikation.

Beispiel: Paul macht in einer Diskussion Lisas Argumente schlecht, weil er sie nicht leiden kann.

3. Axiom: Kommunikation ist Ursache und Wirkung

Kommunikation ist ein Kreislauf, in dem jede Aussage sowohl eine Reaktion, als auch ein Auslöser für den Kommunikationsverlauf ist.

In einfachen Worten: Kommunikation verläuft als Kreis und stärkt sich selbst.

Wenn du morgens mit einem Lächeln und guter Laune aus der Tür gehst, werden andere Leute dein Lächeln erwidern.

Das verbessert deine Laune, du strahlst die Leute noch mehr an. Daraufhin begegnen dir die Leute noch positiver.

So entsteht eine Dynamik, die sich selbst am Leben erhält.

Hier ein typisches Beziehungsbeispiel:

Lisa und Paul sind seit drei Jahren verheiratet. Allerdings läuft bei weitem nicht alles rund.

Lisa beschwert sich, dass Paul sich ständig zurückzieht. Doch Paul macht darauf aufmerksam, dass er sich nur zurückzieht, weil Lisa an ihm herumnörgelt.

So geht es weiter. Lisa nörgelt und Paul zieht sich zurück. Und weil er sich zurückzieht, nörgelt sie. Keiner weiß mehr, wie es angefangen hat und wo das Ende ist.

Ein klassischer Teufelskreis.

5 Axiome der Kommunikation: Kreislauf

4. Axiom: Kommunikation ist digital und analog

Dieses Axiom trennt die unterschiedlichen Kommunikationsweisen.

  • digitale Kommunikation bezeichnet die verbale Kommunikation
  • analoge Kommunikation bezeichnet die nonverbale Kommunikation

Watzlawik sagt, dass die analoge (nonverbale) Kommunikation wesentlich älter und instinktiver ist. Außerdem ist sie extrem vielschichtig und kann nicht eindeutig interpretiert werden.

Ein Weinen kann beispielsweise bedeuten, dass man Schmerz empfindet, Freude empfindet oder vor zwei Minuten eine Zwiebel geschnitten hat.

Und ein Lächeln kann sowohl Sympathie und Liebe, als auch Verachtung und Arroganz ausdrücken.

Durch Fehlinterpretationen kann es hier zu Konflikten kommen.

5. Axiom: Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

Zwischenmenschliche Kommunikation ist entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichgewicht oder Unterschiedlichkeit beruht.

In der symmetrischen Kommunikation verständigen sich zwei Gesprächspartner auf Augenhöhe miteinander. Zum Beispiel zwei Freunden.

In der komplementären Kommunikation steht ein Gesprächspartner vom Rang über dem anderen. Zum Beispiel zwischen Lehrer und Schüler.

Jeder Mensch hat sowohl symmetrische, als auch komplementäre Beziehungen.

Kommunikation zwischen Freunden muss übrigens nicht symmetrisch sein. Es ist auch möglich, dass eine Person vom sozialen Rang über der anderen steht und die Kommunikation komplementär ist.

Die 5 Axiome von Paul Watzlawik sind eine effektive Waffe, um Kommunikationsstörungen zu finden und anschließend aufzulösen.

Mehr Informationen und auch praktische Ansätze dazu, findest du auf der Seite: www.paulwatzlawik.de

Die Transaktionsanalyse

Das Wort Transaktionsanalyse klingt erstmal einschüchternd. Aber das muss es nicht! Es geht eigentlich nur um das „hin und her“ zwischen Menschen.

Du sagst etwas – ich reagiere darauf – das ist eine Transaktion!

Wenn man das analysiert, nennt man es Transaktionsanalyse.

Transaktionsanalyse Kommunikation Definition

Außerdem wird in der Transaktionsanalyse zwischen verschiedenen Ich-Zuständen unterschieden.

Jeder Mensch besitzt verschiedene Persönlichkeitsanteile. Mal bist du bockig und mal vernünftig. In was für einem Zustand du bist, kann sich im Minutentakt ändern.

Eric Berne unterscheidet in der Transaktionsanalyse zwischen drei übergreifenden Ich-Zuständen.

Kommunikative Ich-Zustände

Jeder Mensch besitzt alle drei Ich-Zustände…

  • Eltern-Ich
  • Erwachsenen-Ich
  • Kinder-Ich

Eine Transaktion ist immer ein Informationsaustausch zwischen Ich-Zuständen.

Das muss in der Analyse berücksichtigt werden.

Die verschiedenen Transaktionstypen weisen dabei verschiedene Dynamiken auf.

Hier drei Beispiele:

Kommunikation Beispiele Transaktionstypen

So kannst du jedes Gespräch analysieren.

Du kannst die miteinander kommunizierenden Ich-Zustände benennen und so Wirkungen und Störungen erklären.

Ein kleines Beispiel:

Lisa muss immer für sich und Paul den Kaffee kochen.

Das stört sie. Sie denkt sich „Wieso sollte ich das immer tun?“

Mit der Transaktionsanalyse kann sie nachforschen, wie es dazu gekommen ist und was für ein Verhältnis sie zu Paul hat.

Vielleicht findet sie heraus, dass sie sich Paul gegenüber immer im fürsorglichen Eltern-Ich befindet und auf diese Weise mit ihm kommuniziert. Dann ist es nur logisch, dass sie seinen Kaffee kocht und ständig Arbeiten für ihn erledigt.

Paul steckt mal in der Rolle des braven und mal des bockigen Kind-Ichs.

Das Eltern-Ich und das Kind-Ich gehören zusammen. Sie stärken sich gegenseitig. Ob zuerst Paul oder Lisa ihre Rolle angenommen und die Dynamik gestartet haben, kann man nicht sagen…

Wer an Watzlawiks Kreislauf denkt, weiß hier: Kommunikation ist Ursache und Wirkung zugleich.

Durch die Transaktionsanalyse sieht man sich selbst, andere und die Welt im Allgemeinen in einem anderen Licht.

Sie hilft dabei, diese Dinge besser zu verstehen und ein erfüllteres Miteinander zu schaffen.

Wenn du tiefer in die Materie eintauchen willst, findest du hier einen ausführlichen Artikel: Transaktionsanalyse einfach erklärt!

Wie können wir unsere Kommunikation verbessern?

Du willst deine Kommunikation verbessern? Du willst bessere und effektivere Gespräche führen? Dann wird es jetzt spannend für dich.

In nächsten Abschnitt zeig ich dir…

  • wie du besser mit dir selbst kommunizierst
  • wertvolle Tipps für spannenden und fesselnden Smalltalk
  • wie du Konfliktsituationen geschickt meisterst
  • effektive Techniken für beeindruckende Schlagfertigkeit
  • wie du selbstbewusst und überzeugend auftrittst

Und ab die Post!

Bessere Emotionen und Leistungen durch bewusstere Kommunikation

Sprache prägt deine Realität.

Jeden Tag führst du einen inneren Monolog und beeinflusst dadurch deine Gefühle, Erwartungen und Ergebnisse.

Wie du mit dir selbst sprichst, kontrolliert dein Wohlbefinden.

Deshalb setzen wir genau dort zuerst an!

Beobachte deinen inneren Monolog. Mach ihn dir bewusst. Schein mit dem Licht darauf. Das ist der erste wichtige Schritt.

Frag dich:

  • wie rede ich mit mir selbst?
  • wo kann ich mich besser behandeln?
  • bezeichne ich mich als Depp, Dummkopf oder Nichtsnutz? Hab ich davon irgendeinen Nutzen?
  • Wie würde ich mich lieber behandeln?
  • Wie müsste ich mit mir reden, um meine Ziele zu erreichen?

Wer diese Dinge verinnerlicht, wird automatisch seine Selbst-Kommunikation verbessern.

Wenn du klar und ohne Zweifel weißt, wie du mit dir reden willst, dann setzt du es auch um. Sobald du einen negativen Gedanken bemerkst, lässt du ihn fallen und denkst bewusst positiv.

Unterschätz die innere Kommunikation nicht. Sie ist extrem mächtig und die Grundlage für alle Kommunikation im Außen.

Spannenden und fesselnden Smalltalk führen

Mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen, ist eine Kunst für sich.

Ich hatte früher große Schwierigkeiten damit. Statt spannenden Gesprächen gab es peinliches Schweigen. Immer wieder!

Heute kann ich dir sagen: Das ist nicht nötig. Smalltalk kann man lernen!

Auf die schnelle kann ich dir drei Tipps besonders ans Herz legen…

1. Stell offene Fragen:

Fragen lenken das Gespräch. Welche Fragen du stellst, entscheidet über die Richtung, den Verlauf und das Tempo des Gesprächs.

Für Smalltalk sind offene Fragen am besten geeignet!

Im Gegensatz zu geschlossenen Fragen, erfordern offene Fragen eine ausführliche Antwort. Sie können nicht einfach so mit einem „Ja“ oder „Nein“ abgestempelt werden.

Hier ein paar geschlossene Fragen:

  • „Siehst du das auch so?“
  • „Hat dir der Vortrag gefallen?“
  • „War dein Urlaub schön?“

Und im Gegensatz offene Fragen:

  • „Wie siehst du das?“
  • „Was hat dir am Vortrag besonders gut gefallen?“
  • „Was für spannende Sachen hast du im Urlaub erlebt?“

Ich denke, das Muster wird klar.

Stell nicht nur Alibi-Fragen, um interessiert zu tun, sondern ermutige deinen Gegenüber wirklich zum Reden.

2. Hör aktiv zu

Die meisten Leute hören passiv zu. Wenn überhaupt!

Sie sagen etwas und dann schalten sie ab…

Dabei sollte Zuhören genauso aktiv sein wie reden. Nur dann können mitreißende und einzigartige Gespräche entstehen.

So wird’s gemacht:

  • Schenk deinem Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit und schau ihm in die Augen.
  • Drück deine inneren Empfindungen aus: Nutze dafür deine Mimik und sag Dinge wie „ah“, „ok“, „ja“, „spannend“ und alles weitere, was deine Gedanken authentisch beschreibt.
  • Wenn dir etwas nicht klar ist, dann frag nach.

Aktives Zuhören ist ein mächtiges Werkzeug. Dadurch zeigst du Interesse und Verständnis für die andere Person.

3. Such nach Gemeinsamkeiten:

Nur darum geht’s im Smalltalk.

Erzähl von Dingen, die dich begeistern und schau, ob dein Gegenüber darauf eingeht. Und wenn er Dinge erzählt, zu denen du einen Bezug hast, geh darauf ein.

Sobald ihr eine Gemeinsamkeit gefunden habt, habt ihr schon gewonnen.

Dann sprecht ihr über ein Thema, mit dem ihr euch wohlfühlt.

Plötzlich wird es keine Anstrengung mehr benötigen, das Gespräch aufrechtzuerhalten und ihr könnt euch entspannen und Spaß haben.

Besser geht’s nicht!

Bonus-Tipp zu Smalltalk:

Wenn dir diese Mini-Anleitung nicht reicht, hab ich noch mehr für dich.

Vor zwei Monaten hab ich einen einzigartigen Smalltalk-Artikel geschrieben. Darin verrate ich dir 8 typische Fehler, die immer wieder gemacht werden und zeig dir 5 Tipps, mit denen du zum Smalltalk Meister wirst.

Smalltalk Infografik

Zum Artikel geht’s hier: Smalltalk lernen.

Konfliktsituationen geschickt meistern

Wenn man mit Konflikten richtig umgeht, können sie Beziehungen stärken, anstatt ihnen zu schaden.

Das gilt für Arbeitsbeziehungen und privaten Beziehungen.

Als erstes ist es super wichtig, den Konflikt zu erkennen und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Typisch ist der Satz „So schlimm ist es doch gar nicht“ und dann wird der Konflikt ignoriert, bis er sich hochgeschaukelt hat.

Deswegen…

1. Schritt: Konflikt erkennen und ernst nehmen

Als nächstes ist es wichtig den Konflikt zu beleuchten und die Ursache zu finden.

Nicht immer ist es ein Konflikt auf der Sachebene. Es kann auch sein, dass der Konflikt tiefer geht und auf der Sachebene immer nur Dinge diskutiert werden, die gar nicht an die Wurzel des Konflikts herankommen.

Versuch dich in deinen Gegenüber hineinzuversetzen. Welche Bedürfnisse hat er? Womit ist er unzufrieden? In welcher Hinsicht geht es euch vielleicht ähnlich?

Das ist der zweite Schritt…

2. Schritt: Konflikt kritisch beleuchten

Anschließend sprich mit deinem Gegenüber.

Probier von ihm zu erfahren, was er will.

Sprecht offen und deutlich miteinander. Sobald eure Bedürfnisse und Motive klar erkennbar auf dem Tisch liegen, wird es viel einfacher werden, eine Lösung zu finden.

Erzähl am besten zuerst offen von dir selbst und zeig deinem Gegenüber Verständnis, wenn er spricht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass er sich darauf einlässt und ebenfalls auf dich zugeht.

Kurz gesagt…

3.Schritt: Sprecht offen miteinander

Während des Klärungsgesprächs und bei den folgenden Aufeinandertreffen ist es wichtig, dass du eine klare Linie fährst.

Hab deine Grenzen, aber lass dich auch nicht von Kleinigkeiten aus dem Takt bringen.

Lass die Vergangenheit ruhen und konzentrier dich auf eure gemeinsamen Ziele.

Das ist der letzte Schritt…

4. Schritt: Lass Vergangenes ruhen und schau nach vorne

Im echten Leben sind Konflikte häufig kompliziert und die Schritte sind nicht so leicht anzuwenden, wie zu lesen.

Je früher man die Konflikte erkennt, desto besser stehen die Chancen, etwas Positives daraus zu machen.

Dann findet man vielleicht sogar eine Win-Win-Lösung.

Mehr und ausführlichere Informationen zu geschickter Konfliktlösung findest du hier: 10 Tipps, um souverän mit Konflikten umzugehen

Effektive Techniken für schlagfertige Konter

Schlagfertigkeit ist beliebt.

Für keine Art von Seminaren werd ich öfter als Speaker angefragt, als für Schlagfertigkeits-Seminare.

Die Leute lieben es, jemanden so richtig schön zurechtzuweisen.

Dabei ist das nicht ungefährlich.

Mit Schlagfertigkeit macht man sich keine Freunde!

Häufig ist es besser, auf freundliche Weise den Wind aus den Segeln zu nehmen, als mit einem fiesen Spruch zu kontern.

Aber für die Momente, wo jemand wirklich respektlos ist oder einfach nicht aufhört mit seinen Provokationen – dafür sind diese Techniken!

Technik 1: Maßlos übertreiben

Das ist meine Lieblingstechnik.

Sie ist simpel und lustig.

Du nimmst den Angriff auf und übertreibst maßlos.

Beispiel:

Wenn dich jemand blöd anmacht und zum Beispiel sagt: „Dein Parfum riecht aber aufdringlich“, wehr dich nicht, sondern übertreib: „Stimmt in Peru werden damit Ameisen vernichtet“.

Es muss auch gar nicht so kreativ sein. Falls jemand sagt: „Boah du stinkst ja“ kannst du einfach sagen „Warte erstmal, bis ich meine Schuhe ausziehe“.

Technik 2: Wenn das bedeutet…

Hier geht es um eine absichtliche Fehlinterpretation.

Nimm den Angriff auf und dreh die Bedeutung um.

So weist du den Angriff elegant und spielerisch ab.

Beispiel:

Jemand sagt: „Du lachst aber nervig viel“, kannst du kontern „Wenn das bedeutet, dass ich gerne Spaß mit meinen Mitmenschen habe, dann hast du völlig recht.“

Oder auf den Spruch „Du sprichst viel zu schnell“ kannst du antworten „Wenn das bedeutet, dass du im Kopf nicht schnell genug bist, um da mitzukommen, mach ich es gern langsamer für dich“.

Technik 3: Umkehr-Taktik

Diese Taktik ist durch Winston Churchill bekannt geworden.

Er hat damit den Angriff einer politischen Gegnerin gekontert.

Bei dieser Taktik übernimmst du die Idee deines Gegenübers und drehst sie in einen Angriff gegen ihn um.

Hier die Beispiele:

Politikerin Lady Astor: „Wenn ich Ihre Ehefrau wäre, dann würde ich Ihnen Gift in den Kaffee mischen.“
Daraufhin Churchill: „Und wenn ich ihr Ehemann wäre, dann würde ich den Kaffee trinken!“

Angriff: „Wenn Du Dich in so enge Jeans quetschen musst, dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn Dir jemand auf den Hintern haut!“
Konter: „Und mit so einer Einstellung, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn Dir jemand mitten ins Gesicht schlägt.“

Du siehst: Schlagfertigkeit ist nicht nett…

Aber in manchen Momenten ist es einfach die beste Art, um eine Situation souverän zu meistern.

Icon: Lämpchen[BONUS]

In meinem Artikel zu Schlagfertigkeit findest du…

  • 12 starke Techniken ausführlich erklärt
  • dazu praktische Beispiele und Erläuterungen
  • 6 praktische Übungen, die dich sofort schlagfertiger machen

Du kannst jederzeit gerne dort vorbeischauen: Schlagfertigkeit lernen

Selbstbewusstes und überzeugendes Auftreten

Jeder will überzeugend auftreten und Sicherheit ausstrahlen.

Aber nicht immer ist das so leicht.

Insbesondere in wichtigen Momenten wirst du die Nervosität spüren und ein bisschen flattrig werden…

Für solche Momente zeig ich dir in diesem Tipp, wie du deine Körpersprache, Stimme und Sprache nutzt, um dennoch Selbstbewusstsein auszustrahlen.

1. Mach langsam!

Wenn du nervös wirst, solltest du dich nur noch halb so schnell bewegen.

Vermeide:

  • ruckartige, schnelle Bewegungen
  • schnelles, hektisches Sprechen, dem keiner folgen kann
  • kleine, schwer erkennbare Gesten
  • hechelndes, flaches Atmen

Mach langsam!

Hol tief Luft und beweg dich halb so schnell.

Das kommt dir wie Schneckentempo vor, aber ist genau richtig.

Dadurch strahlst du Ruhe und Selbstsicherheit aus.

2. Blickkontakt

Schau den Menschen in die Augen. Und schau lieber nach oben in die Welt, als nach unten auf den Boden.

Entspannter Blickkontakt vermittelt Sicherheit und Stärke.

Im Gegensatz – wenn du auf deine Füße guckst, wirkst du immer unsicher, egal was du ansonsten tust oder machst.

3. Mach klare Aussagen

Steh voll hinter dem, was du sagst.

Vermeide:

  • viel Drumherumgerede und unnötige Erklärungen
  • Wörter wie „vielleicht, eigentlich oder könnte“
  • Aussagen wie Fragen zu betonen

Komm auf den Punkt.

Spekulier nicht, sondern teil deine klare Meinung.

Und geh am Ende von Aussagen mit der Stimme nach unten. Dadurch verleihst du ihnen Kraft und Überzeugung.

Icon: Lämpchen[BONUS]

Auch zu diesem Thema hab ich schon einen eigenen Artikel geschrieben. Dort zeig ich dir…

  • 5 typische Fehler
  • 4 hilfreiche Tipps
  • 3 praktische Übungen

… für ein selbstbewussteres Auftreten. Viel Spaß beim Lesen!

5 Übungen für eine bessere Kommunikation

Jetzt kommen wir zum besten Teil des Artikels. Der Praxis!

Ich hab 5 Übungen für dich entworfen, die deine Kommunikationsfähigkeiten auf das nächste Level bringen werden.

Übung #1: Kommunikationsquiz

Zu Beginn testen wir dein Theoriewissen…

Aber keine Angst – ich hab nichts Neues mit einfließen lassen.

Es geht um Themen, die in diesem Artikel schon behandelt wurden.

Kommunikationsquiz

Lies die Fragen in Ruhe durch und klick die richtige Antwort an.

Am Ende bekommst du eine Auswertung deiner Gesamtleistung.

Viel Glück!

Übung #2: Wortschatz erweitern

Diese Übung kann lustig sein, ist aber gar nicht so leicht.

Nimm dir ein Stift und ein Blatt Papier und dann schreib fünf Wörter auf, die du häufig verwendest. Zum Beispiel:

  • gehen
  • mögen
  • schön
  • machen
  • ziemlich

Dann darfst du diese Wörter für eine Woche lang nicht mehr benutzen.

Du wirst gezwungen sein, neue Wörter zu benutzen und dir neue Sprachmuster anzugewöhnen.

Du darfst nicht sagen „Ich geh mal kurz zum Supermarkt“ sondern musst eine Alternative suchen „Ich spazier mal kurz zum Supermarkt“.

Das klingt doch gleich viel frischer.

Für die nächste Woche kannst du dir dann neue Wörter suchen.

Übung #3: Selbstkenntnis stärken

Je bewusster du kommunizierst, desto besser.

Nutz alle Möglichkeiten, um Feedback zu bekommen und dich selbst zu sehen.

Schau dich kritisch auf Fotos und im Spiegel an.

  • Wie verwendest du deine Mimik?
  • Wie stehst du da?
  • Welche Wirkung hat deine Körpersprache?

Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du auch mal ein Gespräch von dir auf Video aufnehmen.

Dabei werden dir viele neue Dinge auffallen, an denen du arbeiten willst und die dir vorher noch gar nicht bewusst waren.

Übung #4: Stimmtraining

Laut zu lesen ist eine klasse Übung für die Stimme.

Dabei sprichst du die Worte aus und sie prägen sich in dein Gehirn ein.

Und du kannst dich gut ausprobieren. Spiel mit den Sätzen herum und beton sie immer unterschiedlich…

Oder lass mal eine Kunstpause, um die Spannung zu erhöhen.

Dabei bekommst du ein Gefühl für die Wirkung deiner Stimme und wirst sie auch im echten Leben bewusster und effektiver einsetzen.

Probier es aus!

Schnapp dir ein Buch oder eine Zeitschrift und los geht’s!

Übung #5: Der magische Teppich

Kommunikation Übungen Teppich

Das ist eine Gruppenübung.

Perfektes Kommunikationstraining für ein Team.

So geht’s:

  • Breitet ein Gewerbeplane auf dem Boden aus. Alle Teilnehmer stellen sich darauf und kriegen dann den Auftrag, die Plane zu wenden, ohne dass jemand den Boden berührt.
  • Um die Aufgabe noch trickreicher zu machen, kann die Regel hinzugefügt werden, dass keine mündliche (verbale) Kommunikation erlaubt ist.
  • Die Plane soll so groß sein, dass die Teilnehmer eng beieinander stehen müssen

Für diese Übung ist Kooperation unverzichtbar.

Gerade wenn es um Themen wie Zusammenarbeit oder Teamwork geht, ist diese Übung super geeignet.

Bonus-Übung: Spannende Fragen stellen

Ich hab eine Liste mit 270 genialen Fragen für einzigartige Gespräche erstellt.

Es sind lustige, interessante und tiefsinnige Fragen dabei.

Geh die Liste durch und such dir die fünf Fragen aus, die du am spannendsten, unterhaltsamsten und besten findest.

Dann präg dir diese Fragen ein und komm darauf zurück, wenn du mal nicht weiter weißt oder ein Gespräch auf das nächste Level bringen willst.

Das wird deine Gespräche ohne großen Aufwand um ein Vielfaches verbessern!

Hier geht’s zur Liste: 270 Fragen für einzigartige Gespräche

Damit ist der Artikel zu Ende.

Es hat mir viel Spaß gemacht, daran zu schreiben. Ich hoffe, du hattest genauso viel Spaß beim Lesen.

Danke für deine Zeit.

Alles Beste, Gustav.

Schau dir auch meine anderen Artikel an:

Kommunikationsartikel -> Durchsetzungsvermögen
Kommunikation -> Kommunikativer und Offener werden