Selbstbewusstes Auftreten: 5 Fehler, 4 Tipps und 3 Übungen

Selbstbewusstes Auftreten: Löwe Titelbild

Selbstbewusstsein ist heutzutage überall angesagt!

Bei Bewerbungsgesprächen, Präsentationen, Gehaltsverhandlungen oder auf Dates…

Immer möchte man selbstbewusst wirken.

Aber genau in diesen Momenten, wenn du mit unbekannten Situationen oder unbekannten Menschen in Kontakt kommst, fällt es dir wahrscheinlich am schwersten selbstbewusst aufzutreten!

Das ist frustrierend…

Aber es lässt sich ändern!

Denn auch in Situationen, in denen du innerlich nervös und unsicher bist, ist selbstbewusstes Auftreten möglich.

Und genau das zeige ich dir hier!

Anhand von 5 typischen Fehler, die du auf jeden Fall vermeiden solltest, sowie 4 Tipps und 3 Übungen, die dir sofort weiterhelfen.

Selbstbewusstes Auftreten: Fehler, Tipps, Übunge Infografik

Selbstbewusstsein beeinflusst unser ganzes Leben.

Es beeinflusst, wie wir uns begegnen und behandeln.

Wenn du jemanden triffst, der extrem selbstbewusst ist (oder so wirkt), dann behandelst du ihn automatisch ganz anders, als eine vorsichtige und zurückhaltende Person.

Das ist ganz normal! Dagegen kannst du nichts tun.

Und genauso funktioniert es andersherum…

Wenn du souverän und selbstbewusst auftrittst, dann wirst du anders behandelt.

Und zwar in der Regel respektvoller und positiver.

Hier sind einige Vorteile selbstbewussten Auftretens:

  • du wirkst kompetenter
  • du wirkst dominanter
  • du wirkst attraktiver
  • andere Menschen schenken dir mehr Vertrauen
  • du bekommst mehr Anerkennung
  • du wirkst entspannter und glücklicher

Noch kurz vorweg: Um nicht nur selbstbewusst zu wirken, sondern tatsächlich selbstbewusst zu sein, ist nicht nur selbstbewusstes Auftreten, sondern auch eine innere Entwicklung nötig.

Dafür musst du deine ganz persönlichen Antworten auf die Fragen finden „Wer bin ich und was macht mich aus?“

Allerdings geht das nicht von heute auf morgen und ein selbstbewusstes Inneres bringt auch nicht immer automatisch ein selbstbewusstes Auftreten mit sich.

Deswegen ist die Arbeit am eigenen Auftreten nie unnötig oder oberflächlich…

Häufig ist es sogar die schnellste und effektivste Lösung!

Und es lohnt sich vor allem, weil es eben nicht nur im Außen zu Ergebnissen führt, sondern auch die innere Entwicklung vorantreibt.

#1 Fehler: Verlegenheitsgesten

Man sieht sie überall.

Bei Vorträgen, bei Verhandlungen oder beim Small Talk.

Die kleinen Gesten, um sich irgendwie zu beschäftigen.

Ich bin sicher du kennst das auch:

Du stehst vor einer Gruppe von Menschen und weißt nicht, wo du mit deinen Armen und Händen hinsollst. Und damit sie nicht so sinnlos neben deinem Körper herumbaumeln, fährst du dir damit durch die Haare oder spielst mit irgendetwas herum.

Hier mal ein paar kleine Beispiele:

Der Griff an den Nacken:Griff an Nacken - Selbstbewusstes Auftreten

Auf der Lippe kauen:
Lippe kauen - Selbstbewusstes Auftreten

Durch die Haare fahren:
Haare anfassen - Selbstbewusstes Auftreten

Mit den Händen spielen:
Mit Händen rumspielen - Selbstbewusstes Auftreten

Diese Zeichen der Verlegenheit solltest du dir abgewöhnen…

Damit bindest du den anderen deine Unsicherheit quasi auf die Nase.

Du zeigst, dass dir die Situation unangenehm ist und dass du versuchst, sie zu überspielen.

Das ist alles andere als souverän.

Aber die gute Nachricht ist: Wenn du diese Gesten weglässt und nicht mehr so viel herumwackelst und herumspielst, dann wirkst du direkt viel selbstbewusster, ohne dafür eine Menge tun zu müssen!

Extra Tipp: Für Momente in denen du nicht redest, kannst du dir eine Standardhaltung angewöhnen, wie du immer dastehst. Das macht es dir leichter und das machen sogar viele Politiker und Redner so. Ein Beispiel dafür ist die bekannte Handpose von Frau Merkel.

#2 Fehler: Wischi – Waschi Aussagen

Schau dir mal diese Aussagen an:

„Das finde ich gar nicht mal so schön.“

„Das können wir machen.“

„Dürfte ich ihnen vielleicht eine Frage stellen?“

Was haben sie alle gemeinsam?

Sie sind lasch und langweilig. Und vermeiden ein klares Statement!

Das hat ein paar Vorteile: Du musst nicht eindeutig Stellung nehmen. Dadurch gehst du Fehlern aus dem Weg und vermeidest es, dir Feinde zu machen.

Das klingt erst einmal gar nicht so schlecht… aber jetzt komm der Haken. Dieses Verhalten ist alles andere als selbstbewusst. Es vermittelt, dass du entweder unsicher bist oder keine eigene Meinung hast.

Deswegen empfehle dir genau das Gegenteil: Klare, eindeutige Aussagen!

Wenn du mit einer Situation unzufrieden bist, dann sage nicht „Das finde ich gar nicht mal so schön“, sondern sage ganz direkt „Das gefällt mir nicht“.

Wenn dich jemand fragt, ob ihr demnächst zusammen ins Restaurant gehen wollt, dann sage nicht „Das können wir machen“, sondern stattdessen „Ja. Da bin ich dabei!“.

Und wenn du eine Frage hast, dann sage nicht „Dürfte ich ihnen vielleicht eine Frage stellen?“, sondern sage „Ich habe eine Frage an Sie. Passt das gerade?“.

Kurz gesagt: Hör auf um den heißen Brei herumzureden und komm auf den Punkt! Und vermeide es, deine Sätze als Konjunktiv zu formulieren. Solche unklaren Formulierungen führen häufiger zu Missverständnissen, als dass sie dir helfen.

#3 Fehler: Auf den Boden schauen

Auf den Boden schauen - Selbstbewusstes Auftreten

Auf den Boden zu schauen ist ein Anzeichen für eine Lüge…

Diese These findet man in vielen Büchern und Ratgebern über Körpersprache.

Allerdings ist das nicht ganz so leicht. Denn diese Reaktion wird durch alle Formen von Stress hervorgerufen. Und zwar nicht nur durch den Stress einer Lüge, sondern auch durch den Stress, der aus anderen Situationen entsteht.

Deswegen kann „auf den Boden schauen“ auch einfach bedeuten, dass jemand unsicher und angespannt ist.

Zum Beispiel, wenn du Angst vor bestimmten sozialen Situationen hast.

Manche spüren so einen Stress schon in einem Gespräch unter vier Augen, andere wenn sie vor vielen Menschen reden.

Doch unabhängig davon, wodurch der Stress ausgelöst wird und wieso du unsicher bist… auf den Boden zu schauen ist keine gute Lösung.

Denn dann wirkst du:

  • als hättest du Angst
  • als hättest du etwas zu verbergen
  • als wolltest du dich verstecken
  • unehrlich
  • als wäre dir die Situation unangenehm

Aber was ist die Alternative?

Den Menschen in die Augen zu schauen.

Denn das strahlt Selbstbewusstsein und Sicherheit aus.

Wenn du eher eine schüchterne Person bist, wird dir das vielleicht erstmal schwer fallen, aber es lohnt sich diese Fähigkeit zu erlernen. Denn du wirkst direkt um ein Vielfaches selbstbewusster und lockerer, wenn du entspannten Augenkontakt halten kannst.

Um dazu in der Lage zu sein, musst du allerdings erst einmal deine Schüchternheit überwinden. Die besten Tipps dazu findest du im Artikel Schüchternheit überwinden: 13 Tipps und Übungen.

Tipp: Wenn dir Blickkontakt noch nicht so leicht fällt, gibt es einen genialen Tipp für Vorträge und Präsentationen. Lass deinen Blick einfach über die Köpfe der Zuschauer hinweggleiten. Du kannst auf die Stirn der Zuschauer gucken, anstatt in die Augen. Das wird niemand bemerken. Wichtig ist einfach, dass du nach oben in die Welt schaust und nicht auf den Boden.

#4 Fehler: Die Hände verstecken

Wo sind sie denn?

Wieder in den Taschen oder hinter dem Rücken?

Die Hände sagen sehr viel über dich aus. Sie sind wichtig für dein Auftreten und deine Überzeugungskraft.

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Wenn du deine Hände versteckst, wirkst du unglaubwürdig und unauthentisch. Außerdem wirkt es wieder einmal so, als hättest du etwas zu verbergen.

Das lässt sich aber vermeiden.

Und zwar in dem du deine Hände nicht versteckst, sondern einfach locker herunterhängen lässt. Dabei kann es zu Beginn natürlich vorkommen, dass du dann den Drang verspürst, Fehler #1 zu begehen (Verlegenheitsgesten). Aber das sollte mit der Zeit besser werden.

Extra Tipp: Beim reden solltest du deine Hände aktiv nutzen, um deine Worte zu bekräftigen. Wenn deine Handflächen zu sehen sind, wirkst du sofort offener und sympathischer.

#5 Fehler: Die fragende Piepsstimme

Alle nonverbalen Signale beeinflussen deine Außenwirkung.

Also alles, was du nicht in Worten sagst, sondern durch deinen Körper oder deine Stimme.

Und im Bezug auf Selbstbewusstsein, hat die Stimme sogar einen besonders starken Einfluss!

Und zwar nicht der individuelle Klang deiner Stimme, den du ohnehin nicht verändern kannst, sondern deine Stimmmelodie und Tonalität.

Die fragende Piepsstimme ist dafür ein klasse Beispiel:

Stell dir vor jemand betritt den Raum für ein Bewerbungsgespräch und der Leiter des Gesprächs fragt ihn „So, wer sind sie?“

Anstatt dass eine lockere Antwort kommt, spricht der Bewerber mit ungewöhnlich hoher Stimme und einer Melodie, die eher einer Frage als einer Aussage gleicht: „Mein Name ist Max?“

Damit hat er den ersten Eindruck schon einmal versaut. Zum Glück ist das ja nicht alles und er hat immernoch die Möglichkeit das Gespräch zum Guten zu wenden, aber mit so einer unsicheren Stimme wird das nicht leicht. Da muss man dann schon wirklich mit Leistung glänzen.

Deswegen rate ich dir: Probiere deine Stimme in den Griff zu bekommen. Wenn du zu hoch und piepsig sprichst, verunsichert das auch dich selber… es schwingt die unausgesprochene Aussage mit „Ich habe keinen Schimmer wovon ich rede…“

Bei Aussagen sollte deine Stimme auf jeden Fall am Ende des Satzes nach unten gehen. Dadurch wirkst du überzeugt und verleihst deiner Aussage Kraft.

Einige aktuelle Studien über Präsentationen sagen, dass man sogar am Ende einer Frage mit der Stimme nach unten gehen soll, anstatt traditionell nach oben. Die Wirkung soll dann besser sein!

Zusammenfassung:

Und schon haben wir die Fehler abgehakt und sind bei den Tipps angekommen…

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils:

  1. Keine Verlegenheitsgesten mehr machen!
  2. Wischi-Waschi Aussagen durch klare Statements ersetzen!
  3. Nicht auf den Boden, sondern in die Welt schauen!
  4. Nicht mehr die Hände verstecken!
  5. Kräftig sprechen und am Ende von Sätzen mit der Stimme nach unten gehen!

Viel Spaß bei den Tipps…

#1 Tipp: Arbeite an deinem Erscheinungsbild

Neuer Style - Selbstbewusstes Auftreten

Dieser Tipp erscheint auf den ersten Blick vielleicht oberflächlich und unnötig, aber die Macht des ersten Eindrucks sollte man niemals unterschätzen.

Wie die Leute dich im ersten Moment einschätzen, beeinflusst, wie sie dich von Beginn an behandeln. Und wie sie dich behandeln, beeinflusst wie du dich verhältst. So entsteht ganz schnell ein Muster, welches nur noch mit großem Aufwand verändert werden kann.

Deswegen kann ich dir versichern: Der schnellste Weg um selbstbewusster zu Wirken, ist das Aussehen zu verändern!

Dabei solltest du dich auf die Dinge konzentrieren, die du kontrollieren kannst.

Du kannst nicht bis Morgen mal kurz 10 cm wachsen, aber du kannst dir neue Klamotten kaufen, in denen du richtig „scharf“ aussiehst.

Denn wie man bekanntlich sagt: Kleider machen Leute.

Damit will ich dir nicht empfehlen Unmengen an Geld für Kleidung auszugeben… Wenn du bereits drei volle Kleiderschränke besitzt, dann ignoriere diesen Tipp einfach… Aber es gibt auch eine Menge Leute, welche die Optimierung ihres Ausshens völlig vernachlässigen und damit Potential verschenken.

Deswegen mein Tipp: Besorge dir Klamotten, die dir gefallen und in denen du dich wohlfühlst. Dann fällt es dir leichter selbstbewusst aufzutreten.

Extra Tipp: Wenn du dich nicht so gut damit auskennst, lass dich von Freunden oder professionellen Verkäufern beraten. Die Klamotten sollten perfekt passen, damit es gut aussieht.

#2 Tipp: Richte dich auf!

Aufrecht stehen ist weit mehr als nur ein kosmetisches Thema!

Obwohl es wahr ist und du aufrecht so aussiehst, als wärst du größer und hättest 5 Kilo weniger auf den Rippen, fangen die wirklich relevanten Vorteile dort gerade erst an!

Hier ein paar Beispiele:

  • Mit einer guten Haltung baust du schneller Stresshormone ab
  • Sie ist gesünder für deine Knochen und Muskeln
  • Sie führt zu einer höheren Ausschüttung von Serotonin (du bist glücklicher)
  • du fühlst dich dominanter und selbstbewusster

Folgende 3 Schritte solltest du für eine gute Haltung beachten:

  1. Mache dich groß und stehe so aufrecht wie du kannst.
  2. Ziehe deine Schultern nach hinten.
  3. Richte deinen Kopf auf und schaue in die Welt (denke an Fehler #3)

Um das schnell umzusetzen und zu lernen, gibt es übrigens eine super Übung…

Und kannst du erraten, wo du diese Übung findest?

Richtig! In diesem Artikel. Es handelt sich dabei um Übung #1.

#3 Tipp: Alles halb so schnell machen!

Früher hatte ich eine Heidenangst vor Präsentationen!

Sogar vor einem kleinen Publikum ist mein Gesicht rot geworden und mein Herz hat mit 300 kmh geschlagen.

Die Folge davon: Ich wollte unangenehme Pausen vermeiden und die Präsentation so schnell wie möglich hinter mich bringen. Also bin ich ohne Punkt und Komma durch die Präsentation gehetzt…

Das wirkte super nervös und hat es den Zuschauern schwer gemacht, der Präsentation zu folgen.

Deswegen habe ich gelernt, bewusst etwas Tempo herauszunehmen!

Ich erinnere mich noch gut an eine meiner ersten Präsentationen in der Uni. Nicht einmal eine Minute nach dem Start der Präsentation – den ich für sehr gelungen hielt – habe ich am Ende des Raums Mona gesehen, mit der ich zuvor zusammen geübt hatte. Sie wedelte mit den Armen und formte mit dem Mund das Wort „LAAAANGSAAM.“

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Ich habe sofort deutlich langsamer gesprochen, als ich es für nötig hielt und zwischendurch immer wieder Pausen gemacht und tief geatmet.

Später hat sie mir berichtet, dass der Anfang kaum verständlich, aber der Rest angenehm anzuhören war. Auch die Bewertung der Präsentation war sehr zufriedenstellend. Vielen Dank an Mona dafür!

Außerdem habe ich an diesem Tag eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Man merkt selber meistens gar nicht wie schnell man redet.

Tipp: Wenn du beim reden nervös wirst, egal vor wie vielen Leuten, dann rede langsamer als du es für nötig hältst und vergiss nicht zu atmen. Auch wenn es dir in deinem Kopf viel zu langsam vorkommt, ist es wahrscheinlich genau richtig.

#4 Tipp: Durchsetzungsvermögen steigern

Wer sich nicht durchsetzen kann, hat häufig Nachteile – im Job und im Privatleben.

Erst wenn du in der Lage bist Nein zu sagen und deine eigenen Interessen zu vertreten, wirst du selbstbewusst auftreten können.

Dafür musst du dir erstmal deiner Ziele und Meinung genau bewusst werden…

Hierzu ein Tipp:

Bevor das nächste Mal etwas Wichtiges ansteht, z.B. ein Meeting oder ein heikles Gespräch mit deinem Partner, setz dich hin und schreibe präzise deine Ziele auf.

Dadurch machst du sie dir bewusst und hast direkt eine viel bessere Ausgangsposition.

Das wiederum wird sich positiv auf dein Selbstbewusstsein aus und du wirst dich nicht so leicht übergehen lassen…

Denn man kann nur Leute herumschubsen und ausnutzen, die nicht genau wissen, was sie wollen!

Eine ausführliche Anleitung, wie du dein Durchsetzungsvermögen stärkst, findest du in meinem Artikel Durchsetzungsvermögen steigern: 13 wirkungsvolle Tipps.

Zusammenfassung:

Gleich kannst du mit den Übungen selber aktiv werden…

Aber davor noch kurz ein Überblick über den zweiten Teil:

  1. Pflege dich und dein Äußeres!
  2. Stehe aufrecht und mit zurückgezogenen Schultern!
  3. Sprich langsamer und bewege dich langsamer, wenn du nervös bist!
  4. Lerne deine Ziele und Meinungen präziser kennen und setze dich durch!

Und jetzt ab zu den Übungen… Rock on!

#1 Übung: Verbessere dein Haltung sofort

Diese Übung bezieht sich gleich mal auf einen der wichtigsten Punkte für selbstbewusstes Auftreten…

Eine starke Körperhaltung!

Mit dieser Übung lernst du aufrecht und selbstbewusst dazustehen.

Mein Tipp an dich: Probiere sie JETZT aus! Nicht morgen oder in 3 Minuten wenn du den Artikel fertig gelesen hast, sondern jetzt!

Diese Übung ist praktisch und einfach.

Du kannst sie überall machen und sie kostet auch nicht viel Überwindung.

Befolge einfach diese 4 Schritte:

  1. Stelle dich mit dem Rücken an eine Tür oder eine Wand, die Füße ein paar cm davon entfernt.
    An Wand stellen - Selbstbewusstes Auftreten
  2. Im Idealfall berührst du die Wand dann an 3 Stellen: An der Hinterseite des Kopfes, an deinen Schulterblättern und am Gesäß
    An Wand stehen - Selbstbewusstes Auftreten
  3. Wenn das nicht der Fall ist, dann passe deine Haltung an, ohne die Füße zu bewegen, so dass du die Wand an diesen 3 Stellen berührst.
  4. Als letzten Schritt ziehe deine Schultern nach hinten, so dass die Hinterseiten deiner Oberarme ganz leicht die Wand berühren. Ziehe deine Schultern dabei aber nicht nach oben, sondern achte darauf, dass sie die gleiche Höhe beibehalten.

Diese Übung gibt dir eine Menge Informationen über deine Haltung:

  • Wenn du eine sehr schwache Haltung hast, berührt dein mittlerer Rücken zuerst die Wand
  • Wenn du dich zu weit zurücklehnst in deiner Haltung, dann berührt dein Kopf zuerst die Tür. Das kommt aber in der Regel seltener vor.
  • Wenn du mit dem Gesäß und den Schulterblättern, aber nicht mit dem Kopf die Wand nicht berührst, dann trägst du deinen Kopf zu weit vorne, was den Nacken belasten kann. Im englischen wird das häufig „nerd neck“ genannt, weil das davon kommen kann, dass man den ganzen Tag vorm Computer sitzt.
  • Bei einer guten Körperhaltung sollten alle 3 Körperteile etwa zeitglich die Wand berühren.

Damit die Übung ihre Wirkung zeigt, solltest du sie mindestens einmal täglich machen.

Stelle dich an eine Wand, nimm die korrekte Körperhaltung an und halte sie 30 Sekunden. Das hilft bereits eine Menge!

Am besten achtest du auch im Alltag so oft wie möglich darauf, eine aufrechte und starke Haltung einzunehmen. Das hilft noch zusätzlich.

Bei größeren Haltungsproblemen hilft diese Übung eventuell nicht weiter. In diesem Fall kann es nötig sein Sport zu machen und die Grundmuskulatur zu stärken, damit eine bessere Haltung überhaupt möglich ist.

Icon: Lämpchen[BONUS – Übung]

Bekommst du manchmal blöde Sprüche zu hören und weißt nicht wie du antworten sollst? Dann habe ich genau das Richtige für dich! Mit meinem kostenlosen Schlagfertigkeits Online-Training wirst du ganz schnell zum Konter-Genie!

#2 Übung: „Hallo selbstbewusstes Auftreten“

Diese Übung kann für einige Leute schon deutlich unangenehmer sein…

Dabei musst du eigentlich nichts tun, als Hallo zu sagen.

Aber wenn du das normalerweise nicht tust und es dir seltsam vorkommt, wird dich das eine Menge Überwindung kosten.

Befolge diese Schritte:

  1. Laufe mit aufrechtem Kopf, zurückgezogenen Schultern und lockerem Lächeln die Straße herunter.
  2. Dann schaue mindestens 5 Leuten direkt in die Augen und sage freundlich „Hallo“ oder „Hi“.
  3. Wenn es dir schon leichter fällt, dann achte darauf, dass die andere Person zuerst wegschaut und nicht du. Und grüße die Leute lieber zu früh als zu spät. Lieber mit 3m Entfernung, als wenn ihr schon halb aneinander vorbeigelaufen seit.

Vergiss deine Angst vor abfälligen Blicken und ziehe es einfach durch!

Es lohnt sich!

Denn danach wirst du dich fantastisch fühlen und du lernst dabei, einfach nett und gut drauf zu sein und nicht mehr so viel auf die Reaktion der anderen Leute zu geben.

Wenn du damit Schwierigkeiten hast, dann kann ich dir meinen Artikel Offener und kommunikativer werden empfehlen. Dort zeige ich dir, wie du ganz leicht mit anderen Leuten ins Gespräch kommst und mit ihnen eine Verbindung aufbaust.

#3 Übung: Gewinner-Stimmung

Es gibt einige moderne Studien, die sich mit selbstbewusster Körpersprache auseinandersetzen.

Eine Studie an der Universität British Columbia hat zum Beispiel herausgefunden, dass Sportler nach einer Niederlage ihren Körper eher klein machen und nicht viel Platz einnehmen und nach einem Sieg große Gesten machen und viel Platz einnehmen.

Möchtest du wie ein Gewinner aussehen?

Dann bring dich vor wichtigen Momenten in die richtige Stimmung.

Nimm Posen und Gesten ein, die viel Platz in Anspruch nehmen und dein Selbstbewusstsein erhöhen.

Hier sind 3 Beispiele:

Gewinner Posen - Selbstbewusstes Auftreten

Probiere es aus! Das hilft tatsächlich. Dein Körper schüttet Serotonin und Noradrenalin und du fühlst dich plötzlich sicherer und selbstbewusster.

Den gleichen Effekt spürst du übrigens auch, wenn du einfach wild herumtanzt.

Selbstbewusstes Auftreten: Fazit

Dieser Artikel gibt dir eine präzise Anleitung, wie du ein selbstbewusstes Auftreten entwickelst.

Jetzt musst du nur noch HANDELN und die Tipps umsetzen.

Wenn du das nicht schaffst, bist du entweder faul oder deine Angst steht dir im Weg.

Ist letzteres der Fall? Dann musst du erst einmal deine Schüchternheit überwinden, bevor du ein selbstbewusstes Auftreten entwickeln kannst.

Arbeite einfach an Ruhe daran…

Ein Schritt nach dem anderen…

Dann wirst du früher oder später deine Ziele erreichen!

Beste Grüße, Gustav.

Schau dir auch meine anderen Artikel an:

Präsentation Tipps -> Durchsetzungsvermögen verbessern
Präsentation Tipps -> Redeangst überwinden
By |2018-10-28T17:31:45+00:00September 12th, 2018|Allgemein|0 Comments